Diese Aufgaben warten noch auf Christian Heidel

Vor dem Saisonstart

Die Zeit drängt: In eineinhalb Wochen steht das erste Pflichtspiel der neuen Saison auf dem Programm. Auf dem Papier sollte die Pokal-Partie gegen den Sechstligisten FC 08 Villingen (20. August, 15.30 Uhr) kein Problem darstellen - doch Markus Weinzierl ist kein Trainer, der solche vermeintlichen Pflichtaufgaben auf die leichte Schulter nimmt. Auch Christian Heidel hat noch eine Menge zu erledigen.

GELSENKIRCHEN

10.08.2016, 06:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Aufgaben warten noch auf Christian Heidel

Bleibt im Poker um Leroy Sane gelassen: Schalke-Manager Christian Heidel.

Der Alltag hat die Schalker Profis wieder - nachdem ihnen Trainer Markus Weinzierl am Dienstag einen Ruhetag gönnte, stehen ab jetzt wieder Einheiten an. Und das Trainingsprogramm in dieser Woche ist recht intensiv: Am Donnerstag und Freitag stehen jeweils zwei Einheiten auf dem Plan, am Samstag eine, bevor dann am Sonntag im Rahmen des Schalke-Tages das letzte Testspiel der Vorbereitung gegen Athletic Bilbao ansteht (17 Uhr).

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Mit Sicherheit keinen Ruhetag eingelegt hat dagegen Manager Christian Heidel - denn an den restlichen Tagen bis zum Spiel gegen Villingen und den Bundesligaauftakt in Frankfurt eine Woche später gibt es für ihn noch eine ganze Menge zu erledigen. Mittlerweile ist Heidel seit knapp drei Monaten im Amt – und dürfte mittlerweile mitbekommen haben, wie Schalke tickt.

Arbeit im Hintergrund

Rummel um seine Person dagegen mag er nicht: Als die Schalke-Fans am Sonntag beim Testspiel gegen Florenz den Manager mit Sprechchören feierten, war ihm das nicht recht: „Ich freue mich riesig, wenn die Mannschaft gefeiert wird“, sagte Heidel in einem Interview, „doch mir persönlich ist das ein bisschen unangenehm.“ Heidel, das haben die vergangenen Wochen auch gezeigt, arbeitet lieber im Hintergrund. So liefen die Transfers von Coke und Baba sehr geräuschlos ab - dass sich der Sane-Transfer über eine so lange Zeit hinzog, lag nicht am Manager.

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Mindestens zwei Leute wolle er noch verpflichten, hatte Heidel angekündigt. „Das Ziel muss sein, jede Position doppelt zu besetzen“, so der Manager. Von diesem Ziel ist Schalke allerdings noch etwas entfernt - denn es geht ja nicht darum, für jede Position zwei oder mehr Spieler zu haben, sondern auf jeder Position einen nahezu gleichwertigen Ersatz zu haben, wenn die „A“-Lösung einmal ausfällt. Das ist vor allem im defensiven Mittelfeld nicht der Fall: Geis und Goretzka wären zurzeit die erste Wahl, doch die Qualitätslücke zur „Zweitbesetzung“ Aogo und Ayhan ist erheblich.

Lemina und Stambouli?

Ein Kandidat für diese Position ist Mario Lemina von Juventus Turin, jetzt berichtete die spanische Sportzeitung „Marca“, dass Schalke angeblich auch ein Angebot für Benjamin Stambouli von Paris St. Germain abgegeben hat. Heidels Handicap: Andere Vereine wissen, dass Schalke durch den Sané-Transfer erhebliche Geldmittel zur Verfügung hat – das macht die Verhandlungen nicht einfacher. Auch deshalb stellt er klar: „Wir zahlen nicht jeden Preis. Wir werden keinen Spieler für 20 Millionen Euro holen“, sagte er gegenüber der „Bild-Zeitung“.

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Generell muss sich Heidel allerdings auch überlegen, ob zwei Neuzugänge ausreichen, denn Schalkes Kader ist ziemlich dünn. Im Trainingslager zählte Trainer Markus Weinzierl 20 Feldspieler, inklusive der Nachwuchsspieler. Selbst wenn Max Meyer und Leon Goretzka aus Rio wieder zurückkommen, ist das nicht sonderlich viel.

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