Dortmund gegen Schalke - Polizei ist zufrieden

"Boyz" in Gewahrsam

Die Polizei hat nach dem Fußball-Revierderby in Dortmund ein erstes positives Fazit gezogen. "Das Sicherheitskonzept des Arbeitskreises Derby hat erneut gegriffen", sagte Einsatzleiter Dieter Keil am Samstagabend. Nur bei der Anreise der Fans gab es kleinere Probleme.

DORTMUND

28.02.2015 / Lesedauer: 2 min

Rund 600 Schalker Anhänger hätten versucht, eigenmächtig zum Stadion von Borussia Dortmund zu marschieren. Die Polizei verhinderte dies und ließ die Fans erst Minuten vor dem Anpfiff ins Stadion.

Betäubungsmitteln und Schlagwerkzeuge

Außerdem wurden Stunden vor dem Spiel gewaltbereite Kölner Anhänger in Gewahrsam in genommen. Bei den 20 bis 25 Personen handelt es sich nach Polizeiangaben mutmaßlich um Anhänger der Kölner Ultra-Gruppierung "Boyz". Deren Mitglieder waren zuletzt nach der Randale im Anschluss an die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Köln in die Kritik geraten. Anschließend wurden ihnen vom Verein der Fan-Club-Status aberkannt und Stadionverbote verhängt.

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Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park

Trennung der beiden Fan-Lager am Signal Iduna Park.
28.02.2015
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Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park.© Foto: DeFodi
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Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park.© Foto: DeFodi
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Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park.© Foto: dpa
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Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park.© Foto: dpa
Trennung der beiden Fanlager am Signal Iduna Park.© Foto: dpa

Die Boyz-Mitglieder wurden am Samstagvormittag in Dortmund von der Polizei aufgegriffen. Bei Fahrzeugkontrollen stellten die Beamten neben Betäubungsmitteln auch Schlagwerkzeuge sicher. „Wir gehen davon aus, dass sie am Rande des Derbys Straftaten begehen wollte“, sagte ein Polizeisprecher. Alle Personen kamen in Gewahrsam.

Fan-Freundschaft

Anhänger des BVB und des 1. FC Köln pflegen eine Fan-Freundschaft. BVB-Ultras hatten unter anderem nach den Sanktionen gegen die "Boyz" ihre Solidarität bekundet. Beim Spiel in Stuttgart hängten Dortmunder im Stadion ein Transparent mit der Aufschrift "Je suis Boyz Köln" auf und spielten damit auf das Charlie-Hebdo-Attentat an. Mit dem Spruch „Je suis Charlie“ war weltweit der Opfer des Terroranschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" im Januar gedacht worden.

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Außerdem wurden am Rande des Derbys zwei BVB-Anhänger wegen Beleidigung und Widerstand in Gewahrsam genommen. Auch ein Schalker-Fan musste vorübergehend wegen des Verwendens von Pyrotechnik in eine Polizeizelle. Ein Beamter sei darüber hinaus von einem Schalker Anhänger durch Pfefferspray leicht verletzt worden. 

Von dpa