Ein Verein muss sparen: Schalke vor Einführung einer Gehaltsobergrenze

Schalke 04

Laut „Süddeutscher Zeitung“ soll Schalke demnächst keinen Spieler mehr verpflichten, der mehr als 2,5 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen will.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 28.06.2020, 22:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider: Bei Vertragsverhandlungen ab sofort Gehalts-Limit für Neuzugänge bei 2,5 Millionen Euro pro Jahr?

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider: Bei Vertragsverhandlungen ab sofort Gehalts-Limit für Neuzugänge bei 2,5 Millionen Euro pro Jahr? © dpa

Ein Verein ist (notgedrungen) auf Sparkurs: Der FC Schalke 04 steht offenbar als erster deutscher Fußball-Profiklub vor der Einführung einer Gehaltsobergrenze. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag-Ausgabe).

Demnach hat sich die Schalker Chefetage, also offensichtlich Vorstand und Aufsichtsrat, darauf verständigt, ab sofort keine Spieler mehr zu verpflichten, die mehr als 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt verdienen wollen. Spieler, die mehr Geld verlangen, werde man nicht engagieren.

123 Mio. Euro Personalkosten

Mit dieser Maßnahme reagiert Schalke auf die wirtschaftlichen Probleme des Vereins, die durch die Corona-Krise rasant beschleunigt worden sind. Im Geschäftsjahr 2019 verbuchte Schalke an Personalaufwendungen insgesamt 123 Millionen Euro und steht damit im oberen Tabellendrittel der Liga - dieser Aufwand korrespondiert in keinster Weise mit dem sportlichen Abschneiden. Am Samstag beendete Schalke die Saison mit einer 0:4-Niederlage in Freiburg und 16 Bundesliga-Spielen ohne Sieg hintereinander auf Tabellenplatz zwölf.

Die Gehaltsobergrenze ist nun möglicherweise eine Chance für junge Schalker Spieler, im Profi-Bereich auf sich aufmerksam zu machen - so wie Can Bozdogan und Malick Thiaw, die im Saisonfinale von Trainer David Wagner bereits eingesetzt wurden. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hatte zuletzt bereits darauf hingewiesen, dass der Schalker Knappenschmiede nun wieder eine größere Bedeutung zukommen wird.

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