Erleichterung auf Schalke

Schalke 04

Am Freitag begann Phase eins der Corona-Tests auf Schalke. Unter Leitung von Dr. Ingelfinger wurde das Spieler-, Trainer- und Betreuerteam getestet. Die Resultate sorgten für Erleichterung.

Gelsenkirchen

, 03.05.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darauf wird im Schalker Training besonders geachtet: Die Abstände müssen stimmen.

Darauf wird im Schalker Training besonders geachtet: Die Abstände müssen stimmen. © dpa

Alle Ergebnisse waren negativ. Schalke ist besonders daran gelegen, dass die Bundesliga so schnell wie möglich ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt. Denn die Finanzlage ist laut Marketing-Vorstand Alexander Jobst „existenzbedrohend“, wie er schon vor einigen Wochen betonte. Deshalb achten die Königsblauen besonders penibel darauf, dass alle behördlichen Vorgaben eingehalten werden.


Auch das Hygiene- und Schutzkonzept der Deutschen Fußball-Liga sieht strenge Regeln vor. Nicht nur Schalkes, sondern alle Bundesligaspieler sind angehalten, sich möglichst nur noch zwischen ihrer Wohnung und dem Trainingsgelände aufzuhalten. Sportvorstand Jochen Schneider machte sich deshalb am vergangenen Freitag persönlich auf den Weg in die Mannschaftskabine, um den Spielern noch einmal vor Augen zu führen, wie wichtig es ist, alle Maßnahmen nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch im privaten Bereich zu befolgen.


Um Bürgschaften bemüht?


Am Montag folgt die zweite Testphase bei den Königsblauen, ehe am Mittwoch die Politik entscheiden will, ob die Bundesliga zeitnah fortgesetzt werden kann. Jobst: „Schalke wird bereit sein, wenn es wieder losgeht“. Aktuell wird der 16. Mai als Termin für eine Fortsetzung der Liga am häufigsten genannt.


Wenn die Fernsehgelder wieder fließen, würde das Schalke erst einmal Luft im wirtschaftlichen Überlebenskampf verschaffen. „Natürlich hängt alles davon ab, wann wir wieder Einnahmen erzielen und Fußball spielen können. Je länger das dauert, desto einschneidendere Maßnahmen müssen ergriffen werden.“ Diese Sätze von Finanzvorstand Peter Peters gelten nach wie vor. Schalke soll sich nach Sportbuzzer-Informationen schon vor der Corona-Krise um Bürgschaften um einen weiteren Kredit beim NRW-Wirtschaftsministerium bemüht haben.


Personallage entspannt sich


Bei allen gravierenden Problemen, die die Corona-Pandemie für Schalke mit sich bringt, so hat sie auch etwas Gutes: Die Personallage entspannt sich während der Zwangspause. Auch die Langzeitverletzten Daniel Caligiuri und Ozan Kabak machen immer größere Fortschritte. Einziges Sorgenkind bleibt Benjamin Stambouli. Beim Franzosen ist mehr als leichtes Lauftraining nach seinem Fußwurzelbruch immer noch nicht möglich. Gut möglich, dass der 29-Jährige in dieser Saison gar nicht mehr für Schalke zum Einsatz kommt. Und darüber hinaus? Laurent Nicollin, Präsident von Stamboulis erstem Profiklub Montpellier, glaubt: „Er möchte bei Schalke bleiben.“

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