"Eurofighter" Thon traut Schalke einen Titel zu

Euphorie wächst weiter

GELSENKIRCHEN Mit jedem weiteren Sieg des FC Schalke 04 wächst die Euphorie in und um den Traditionsverein. Selbst Schalke-Ikone Olaf Thon, der bekanntlich seine Worte wohl zu wägen weiß, hat längst der Optimismus ergriffen.

von Von Frank Leszinski

, 10.03.2010, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Traut Schalke eine Titel zu: Olaf Thon.

Traut Schalke eine Titel zu: Olaf Thon.

Kuranyi ist mit 13 Treffern nicht nur auf dem besten Weg, seinen eigenen Torrekord (15) zu verbessern, sondern er kann mit Schalke am Freitag sogar für mindestens 19 Stunden die Tabellenführung übernehmen. Voraussetzung dafür ist ein Heimerfolg gegen Kuranyis Ex-Klub VfB Stuttgart. Magath kennt zwar die Tabelle, doch Schalkes zweiten Platz mag er nicht überbewerten: „Die Tabelle lügt zwar nicht, aber sie sagt nur aus, wie stark wir nach 25 Spieltagen sind.“ Vor der Stuttgarter Leistungsstärke warnt Magath mit eindringlichen Worten: „Der VfB stellt die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde, der ich auch in der Champions League in Barcelona eine Überraschung zutraue. Das wird eine sehr hohe Hürde für meine Mannschaft.“ Die hat sich im bisherigen Saisonverlauf als Meister der Effektivität erwiesen. Kuranyi und Co. brauchen durchschnittlich nur sechs Schüsse für ein Tor, und auch die Chancenauswertung ist spitze.

Aus 123 Möglichkeiten machten sie 40 Treffer und nutzten damit 32,5 Prozent ihrer Chancen. Das ist gemeinsam mit Leverkusen der Spitzenwert der Bundesliga. Ein Schalker Spieler ist in den vergangenen Wochen besonders aufgeblüht: Ivan Rakitic, der am Mittwoch seinen 22. Geburtstag feierte, scheint endlich über den Ruf des „ewigen Talents“ hinaus zu gelangen. Dank zahlreicher Sonderschichten hat sich der Kroate auch körperlich in eine so gute Verfassung gebracht, dass er momentan unumstritten ist.Und auch in punkto Torgefährlichkeit hat Rakitic Fortschritte gemacht. Zwei Bundesligatore in Serie waren ihm bisher noch nie gelungen. Folgt gegen die Schwaben sein „dritter Streich?“ Rakitic bleibt bescheiden: „Es geht um den Erfolg der Mannschaft und nicht um mich.“

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