Ex-Schalker in der Schweiz: Auch Christian Gross mischt wieder mit

Schalke 04

Die Super League in der Schweiz begrüßt drei ehemalige Schalker Trainer: David Wagner in Bern, André Breitenreiter beim FC Zürich, Christian Gross in neuer Funktion beim FC Basel.

Gelsenkirchen

, 18.06.2021, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Vereinsfarben sind für ihn jetzt wieder Blau und Weiß: Schalkes Ex-Trainer André Breitenreiter coacht nun den FC Zürich.

Die Vereinsfarben sind für ihn jetzt wieder Blau und Weiß: Schalkes Ex-Trainer André Breitenreiter coacht nun den FC Zürich. © dpa

Super League heißt die Erste Liga in der Schweiz, und die ist ab kommender Saison zumindest teilweise in Schalker Hand - bzw. in der Hand voin Ex-Schalkern. Denn gleich drei Schalker Ex-Trainer haben in der Schweiz angeheuert.

André Breitenreiter, auf Schalke in der Saison 2015/16 tätig, bevor ihn Manager Christian Heidel sozusagen in seiner ersten Amtshandlung beurlaubte, ist neuer Trainer beim FC Zürich. Der FC, einer der ältesten Sportvereine in der Schweiz, schloss die vergangene Saison auf dem achten Tabellenplatz ab - von zehn Mannschaften. Nun will der Klub, der auch schon in der Champions League spielte, wieder höher hinaus.

Vereinsfarben Blau und Weiß

Bei seiner Verpflichtung kam Breitenreiter, der nach der Trennung von Schalke noch bis 2019 in Hannover gearbeitet hatte, sicherlich auch zugute, dass der Präsident des FC Zürich, Ancillo Canepa, als großer Fan der Bundesliga gilt. Dass Breitenreiter seit 2019 ohne Engagement geblieben war, erklärte er mit privaten Gründen: 2019 sei seine Mutter verstorben, sein demenzkranker Vater musste ins Heim - verständlich, dass er da trotz diverser Angebote keinen „Kopf“ für einen neuen Trainer-Job hatte. Ein bisschen wird sich Breitenreiter in Zürich wie auf Schalke fühlen: Die Vereinsfarben des FC sind Blau und Weiß.

Steil die Treppe nach oben ist David Wagner gefallen: Nachdem es ihm nicht gelungen war, den FC Schalke 04 aus der Abwärts-Spirale zu befreien und er nach zwei Spielen ohne Punkt in der vergangenen Saison beurlaubt wurde, führt ihn der Weg nun direkt in die zweite Qualifikationsrunde zur Champions League. Wagner ist neuer Trainer bei den Young Boys Bern - und die wurden in der Schweiz Meister.

Wagner geht zum Meister

Gerardo Seoane, der Bern zum Titel geführt hatte, wechselt zu Bayer Leverkusen, also musste YB-Sportchef Christoph Spycher nach einem neuen Trainer Ausschau halten. Darum fiel seine Wahl etwas überraschend auf Wagner: „Wir haben mit einigen Kandidaten Gespräche geführt und haben bei David Wagner sofort gemerkt, dass es passt - sowohl in Bezug auf das Fußballerische als auch auf das Menschliche. Er ist eine sehr spannende Persönlichkeit und passt mit seiner ambitionierten und dennoch bodenständigen Art ideal in unser Profil.“

Über seine unterm Strich missglückte Zeit auf Schalke, wo Wagner im September 2020 gehen musste, wollte der Trainer gar nicht mehr groß sprechen: „Die Schalke-Story ist jetzt schon genug erzählt und gehört der Vergangenheit an. Es ist vollkommen Wurst, was du in der Vergangenheit erreicht hast. Es geht nur darum, die Zukunft zu gestalten und in der Gegenwart stark zu sein. Und das werden wir ab morgen anpacken.“

Gross sprach zur Mannschaft

Auch Wagners Nach-Nach-Nachfolger (in einer Saison), Christian Gross, mischt in der Schweiz wieder mit. Der 66-Jährige, dessen Rettungs-Mission auf Schalke nach nur 64 Tagen krachend gescheitert war und der vor allem durch seine Verwechslung von Spielernamen („Erdogan“ statt Bozdogan, „Massimo Schüpp“ statt Alessandro Schöpf) beeindruckte, gilt in der Berater-Funktion als starker Mann im Team um den neuen Klub-Besitzer David Degen. Gross soll sogar schon eine Ansprache an die Mannschaft gehalten haben. Die Namen waren ihm hoffentlich geläufig...

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt