Fabian Giefer im Glück - Ende der Leidenszeit

Schalke-Torwart schmerzfrei

Der Mann ist Rheinländer, und denen sagt man ja nach, dass sie von Haus aus lebensfroh seien. Daher verwundert es auch nicht, im Schalker Trainingslager einen strahlenden Fabian Giefer vorzufinden - denn eigentlich hätte der Mann jeden Grund für eine Menge Sorgenfalten.

ORLANDO/GELSENKIRCHEN

von Dirk große Schlarmann

, 14.01.2016, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fabian Giefer im Glück - Ende der Leidenszeit

Fabien Giefer stand erstmals wieder auf dem Trainingsplatz.

Seit Sommer 2014 ist Giefer jetzt auf Schalke. Bereits ein halbes Jahr vorher hatte er, damals noch in Diensten von Fortuna Düsseldorf, den Vertrag unterschrieben – zu einer Zeit, als Ralf Fährmann noch lange nicht die unumstrittene Nummer eins war, die er heute ist. Giefer durfte sich damals durchaus Chancen auf einen Stammplatz im Tor machen.

Verletzung brach wieder auf

Doch dann spielte Fährmann eine überragende Rückrunde - und Giefer verletzte sich bei einem Vorbereitungsspiel im August 2014, als er sich einen Muskelbündelriss zuzog. Damit begann eine lange Leidenszeit, die im Grunde bis Ende 2015 andauerte. Die Verletzung erwies sich als hartnäckig und brach im vergangenen Jahr erneut auf; parallel hatte sich Ralf Fährmann in den vergangenen Monaten zu einem der besten Torhüter des Landes entwickelt.

Es wäre nicht untertrieben, wenn man sagt, dass sich Fabian Giefer seine Zeit auf Schalke wohl ganz anders vorgestellt hat. Gerade einmal zwei Bundesligaspiele hat der 25-Jährige seit Sommer 2014 absolviert. Am frühen Montagmorgen (deutscher Zeit) feierte er sein Comeback zwischen den Pfosten: Im Testspiel gegen Fort Lauderdale (2:0) ließ Trainer André Breitenreiter ihn für eine Halbzeit spielen.

"Schön, auf dem Platz zu stehen"

„Schön, endlich einmal wieder im Wettkampf auf dem Platz zu stehen“, gab Giefer anschließend zu Protokoll. „Es tat auch gut zu merken, dass ich schmerzfrei bin.“ Jetzt blickt der Torwart optimistisch in die Zukunft. „Das Trainingslager war ein guter Start, um eine Grundfitness zu bekommen“, sagt er und betont, dass er nie an seinem Comeback gezweifelt habe.

„Das Ziel ist, wieder ein gutes Gefühl auf dem Platz zu bekommen - nicht nur zu wissen, dass man gesund ist, sondern auch, dass man wieder Topleistungen bringen kann.“ Auf die Frage, ob Ralf Fährmann jetzt Konkurrenz im Kampf um die Nummer eins befürchten müsse, lacht Giefer. „Ich hoffe, dass ich schnell wieder reinkomme“, sagt er lediglich.

Ende des Trainingslagers

Für Schalke endet das Trainingslager in Florida – am heutigen Donnerstag fliegt die Mannschaft zurück nach Deutschland. Giefers Bilanz fällt gemischt aus. „Wir haben das Beste daraus gemacht, ein paar Dinge könnte man aber auch noch verbessern“, blickt er auf die vergangenen zehn Tage zurück. „Die Bedingungen sind nicht optimal – das kann aber auch daran liegen, dass in den Vereinigten Staaten der Fußball nicht den höchsten Stellenwert hat.“

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