Fangemeinde trauert um Rolf Rüssmann

Ruhrpott-Idol

GELSENKIRCHEN Es ist 11.34 Uhr am Samstag Vormittag, als die hervorragende Stimmung beim neuen Schalker Fan-Treff „Dritte Halbzeit“ schlagartig in Trauer und Bestürzung umschlägt. Denn genau zu diesem Zeitpunkt verkündet der Fanclub-Vorsitzende Rolf Rojek die schreckliche Nachricht: Rolf Rüssmann ist tot.In der Nacht zum Samstag verstirbt das Schalke-Idol im Alter von nur 58 Jahren.

05.10.2009, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rolf Rüssmann verstarb in der Nacht zum Samstag.

Rolf Rüssmann verstarb in der Nacht zum Samstag.

Mit ihm haben der Club und auch ich einen Freund verloren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Eva, seinen Töchtern Nina und Laura und seiner gesamten Familie.“1969 hatte der Juniorennationalspieler vom FC Schwelm 06 den Weg zu den Königsblauen gefunden. Dank seines großen Trainingsfleißes erarbeitete sich der Blondschopf schnell einen Stammplatz und wurde zu einem der kopfballstärksten Defensivspieler der Bundesliga. Insgesamt absolvierte Rüssmann 20 Länderspiele (1 Tor) und nahm an der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien teil. Auf Schalke hält er bis heute noch einen Vereinsrekord: Vom 15. Januar 1977 bis zum 29. November 1980 stand er in 134 Bundesligapartien in Folge auf dem Platz.Obwohl ihn der Krebs in den vergangenen Monaten zunehmend zeichnete, verlor Rüssmann nie seinen Lebensmut. Der Zuneigung der Schalker Fans konnte er sich immer sicher sein. 1999 hatten sie ihn in die Schalker Jahrhundertelf gewählt. Beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 11. April 2009 nahm er in der Veltins-Arena anlässlich seiner Aufnahme in die „Ehrenkabine“, die Schalker Hall of Fame, noch einmal die Ovationen der Schalker Fans entgegen. Es war das letzte Mal. 

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