Gegenwind für Breitenreiter - Häme für Matthäus

Schalke muss sich beweisen

Wenn der FC Schalke 04 am Mittwochabend (20 Uhr) den Hamburger SV empfängt, geht es nicht nur um drei wichtige Bundesliga-Punkte. Genauso spannend ist die Frage, ob und wie die Schalker Anhänger ihre Mannschaft unterstützen werden.

Gelsenkirchen

01.03.2016, 19:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gegenwind für Breitenreiter - Häme für Matthäus

Bilder der Partie Hamburg gegen Schalke.

Denn nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden in der Europa League gegen Donezk hat sich das Verhältnis zwischen der Mannschaft und den Fans merklich abgekühlt. Das weiß natürlich auch Trainer André Breitenreiter, der in diesen Tagen viel Gegenwind aushalten muss.

Seitenhieb für Matthäus

Dampfplauderer Lothar Matthäus, Ex-Erfolgstrainer Felix Magath und Schalke-Legende Klaus Fischer kritisierten mehr oder minder heftig die angeblich zu defensive Aufstellung beim torlosen 0:0 in Frankfurt. Auf die Einlassungen von Matthäus reagierte der Schalke Trainer mit einer Portion Süffisanz: „Ich wünsche ihm, dass sein Traum auch mal in Erfüllung geht, dass er die Möglichkeit bekommt, Cheftrainer in der Ersten oder Zweiten Bundesliga zu werden. Dafür drücke ich ihm ganz herzlich die Daumen.“

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Solch verbale Scharmützel ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass die Königsblauen gegen den HSV mächtig unter Druck stehen. Nach fünf Pflichtspielen in Serie ohne Sieg brauchen die Gastgeber unbedingt ein Erfolgserlebnis, um weiter im Kampf um einen internationalen Startplatz mitzumischen. „Die Mannschaft hat zuletzt bei kleinen Widerständen den Kopf hängen lassen. In Frankfurt war eine Verunsicherung deutlich zu spüren. Das können und müssen wir gegen den HSV besser machen,“ betonte Breitenreiter, der gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied sicherlich eine offensivere Startaufstellung wählen wird als zuletzt in Frankfurt.

"Müssen einen Fight abliefern"

Manager Horst Heldt macht sich keine Sorgen, um die Unterstützung von den Rängen. „Wir müssen einen Fight abliefern, der sich auf unsere Fans überträgt. Dazu ist die Mannschaft in der Lage.“ Das sieht Torjäger Klaas-Jan Huntelaar ähnlich: „Wir müssen uns auf unsere Leistung auf dem Platz konzentrieren, dann nehmen wir unsere Fans auch mit.“ Und auch Roman Neustädter glaubt: „Es wird an uns liegen. Wenn wir von Anfang an Gas geben, kippt auch wieder die Stimmung.“

Dabei muss Schalke allerdings weiterhin auf Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting verzichten. Einen Trainingsversuch am Montag musste der 26-Jährige abbrechen. Jetzt sollen weitere Untersuchungen folgen, um festzustellen, warum seine Beschwerden am Becken nicht abklingen.

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