Goretzka und Meyer wollen Geschichte schreiben

Traum von Olympia-Gold

Am Mittwoch trainierten Leon Goretzka und Max Meyer vorerst zum letzten Mal beim FC Schalke 04. Denn am Donnerstag beginnt mit einem dreitägigen Trainingslager in Frankfurt für die beiden Mittelfeldspieler der Countdown der Olympia-Vorbereitung.

Gelsenkirchen

28.07.2016, 06:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Goretzka und Meyer wollen Geschichte schreiben

Leon Goretzka (l.) und Max Meyer vertreten Deutschland in Rio.

Am 30. Juli folgt der Abflug nach Brasilien. "Ich freue mich riesig. Die Vorfreude auf das Olympische Turnier steigt mit jedem Tag", gibt Leon Goretzka einen Einblick in seine Gefühlswelt. Dass der gebürtige Bochumer die Kapitänsbinde tragen wird, ist für ihn eine zusätzliche Ehre. "Das freut mich sehr und ist ein weiterer Ansporn", so der 21-Jährige.

Keine einfache Entscheidung

Für Goretzka war die Olympia-Zusage allerdings keine einfache Entscheidung. „Ich weiß aufgrund der Erfahrungswerte aus der vergangenen Saison, wie wichtig eine komplette Vorbereitung ist. Das ist jetzt nicht möglich, aber ich stehe zu 100 Prozent zu meiner Entscheidung“, betont der Schalker, der in den bisherigen Testspielen und Trainingseinheiten zu überzeugen wusste.

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Das gilt auch für Max Meyer, von dessen Fähigkeiten insbesondere Schalke-Manager Christian Heidel schwärmte. Dass Meyer schon so gut in Form ist, hängt aber nicht etwa damit zusammen, dass er wegen Olympia durchtrainierte. "Im Gegenteil", versichert der 20-Jährige, "ich habe erstmals seit Jahren vier Wochen Urlaub am Stück gehabt."

"Automatisch zum Favoritenkreis"

Die Ruhepause scheint ihm blendend bekommen zu sein, denn Meyer sprühte in der Vorbereitung vor Spielfreude. Der Jung-Nationalspieler geht mit großen Erwartungen in das Olympische Turnier. "Als deutsche Fußball-Mannschaft gehörst du automatisch zum Favoritenkreis", sagt Meyer. Angesichts der Vorrundengegner Mexiko (4. August), Südkorea (7. August) und Fidschi (10. August) sollte die Qualifikation für die K.o.-Spiele kein Problem sein.

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Sollte die Elf von DFB-Trainer Horst Hrubesch dies schaffen, darf das Team ins olympische Dorf umziehen, denn die Partien der Vorrunde werden in Salvador ausgetragen. Dann hätten Goretzka und Meyer auch die Gelegenheit, andere Sportarten ein bisschen zu verfolgen. "Leichtathletik - vor allem die 100-Meter-Sprints - interessieren mich sehr. Zuletzt habe ich intensiv die Europameisterschaft in Amsterdam verfolgt", verrät Goretzka.

Verhaltensregeln

In den vergangenen Monaten bekamen die beiden Schalker viele Verhaltensregeln vom Deutschen Olympischen Sportbund mit auf den Weg und mussten sich auch Dopingkontrollen unterziehen. "Das gehört dazu. Jetzt bin ich gespannt, was mich in Brasilien erwartet", sagt Max Meyer.

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Das gilt auch für die Witterungsbedingungen. "Ich rechne mit einem Klima ähnlich wie bei unserer China-Reise", so Goretzka, der noch nie in Brasilien war. Die deutschen Fußballer nahmen zuletzt 1988 an einem olympischen Turnier teil und gewannen die Bronzemedaille. Es war die bisher beste Platzierung. Jetzt träumen Goretzka und Co. erneut von einem Medaillengewinn. Am liebsten in Gold, dann hätte die Hrubesch-Elf Geschichte geschrieben.