Das 0:2 gegen Werder Bremen wirft Schalke auf den Weg ins Tabellen-Mittelfeld zurück. Die Abwehr agiert wacklig, das Mittelfeld zeigt sich ideenlos, der Sturm harmlos. Die Einzelkritik.

Gelsenkirchen

, 20.10.2018, 20:59 Uhr / Lesedauer: 3 min

Alexander Nübel: Erfuhr eine gute halbe Stunde vor Anpfiff, dass er spielen würde, als Ralf Fährmann sich beim Aufwärmen an der Leiste verletzte. Es war sein erster Startelfeinsatz in der Bundesliga. Hatte Pech, dass der erste Schuss auf sein Tor drin war – an den beiden Toren war er allerdings schuldlos. Verhinderte in der 87. Minute mit einer Glanzparade das 0:3. Note 3

Guido Burgstaller noch bester Schalker - Mittelfeld ideenlos, Sturm harmlos

Alexander Nübel rückte für Ralf Fährmann zwischen die Pfosten - er machte seinen Job ordentlich. © dpa

Daniel Caligiuri: Er sucht immer noch nach der Form der Vorsaison – gegen Bremen hat er sie definitiv nicht wiedergefunden. Nach vorne gelang dem Außenverteidiger so gut wie gar nichts, hinten zeigte er ungewohnte Unsicherheiten und spielte den ein oder anderen gefährlichen Fehlpass. Note 5



Salif Sané: Durfte erneut wie schon gegen Düsseldorf gemeinsam mit Naldo in der Innenverteidigung ran. Der Senegalese erledigte seinen Job eigentlich unauffällig, war aber beim 0:2 mit in der „Verlosung“, als er im Mittelfeld einen entscheidenden Zweikampf verlor. Hatte mit Max Kruse seine Probleme. Nach vorne versuchte er es immer wieder mit langen Bällen in den Strafraum. Note 4,5

Naldo: Schalkes „Oldie“ bot eine solide Leistung mit wenigen Fehlern und gehörte noch zu den besten Schalkern auf dem Platz. In der 72. Minute hatte er Pech, als Bremens Keeper Jiri Pavlenka seinen Kopfball parierte. Note 3,5



Hamza Mendyl: Der Marokkaner hatte in der Offensive zwar ein, zwei gute Aktionen, Domenico Tedesco musste ihn aber defensiv öfter zur Ordnung rufen. Für sein überhartes Einsteigen gegen Max Kruse an der Außenlinie sah er zu Recht die gelbe Karte. Wurde vermutlich auch deshalb zur Halbzeit ausgewechselt. Note 4



Omar Mascarell: Spielte gemeinsam mit Bentaleb auf der Doppelsechs, wobei Mascarell den defensiveren Part übernahm. Beim 0:1 stand Torschütze Maximilian Eggestein da, wo Mascarell eigentlich verteidigen muss – insofern trägt er zumindest eine Teilschuld am Gegentreffer. Ansonsten gab er den unauffälligen Ballverteiler im Mittelfeld. Wurde in der 63. Minute für Franco Di Santo ausgewechselt. Note 4

Guido Burgstaller noch bester Schalker - Mittelfeld ideenlos, Sturm harmlos

Omar Mascarell spielte unauffällig, war beim ersten Gegentor nicht schuldlos. © dpa

Nabil Bentaleb: Irgendwann in der zweiten Halbzeit entledigte sich Bentaleb seiner Schienbeinschoner – vielleicht wollte er damit ein Zeichen setzen, dass ab jetzt Kampf angesagt war. Das Signal verpuffte jedoch, genau wie so viele Aktionen des Algeriers. Bentaleb ackerte viel – etwas Sinnvolles sprang dabei aber kaum heraus. Note 4,5



Alessandro Schöpf: Begann in der ersten Hälfte als offensiver Mittelfeldspieler auf der rechten Seite, nach der Auswechselung von Hamza Mendyl beorderte Tedesco ihn als linken Außenverteidiger in die Viererkette. Schöpf konnte weder auf der einen noch auf der anderen Position überzeugen, ihm fehlte komplett die Bindung ans Spiel. Note 5

Guido Burgstaller noch bester Schalker - Mittelfeld ideenlos, Sturm harmlos

Alessandro Schöpf kam auf zwei Positionen zum Einsatz, überzeugte aber auf keiner. © dpa

Weston McKennie: Wie schon in Düsseldorf war er sehr offensiv aufgestellt, manchmal fast als zweiter Stürmer neben Burgstaller. Anders als in Düsseldorf bot McKennie aber eine durchwachsene bis schlechte Leistung: In vielen Aktionen wirkte er fahrig, Gefahr strahlte er nicht aus. Hatte in der 64. Minute Pech, als er vor dem Tor an einer Flanke von Mark Uth vorbei rutschte. Note 5



Amine Harit: Wenn es beim Fußball Extrapunkte fürs Laufen und Dribbeln gäbe, wäre seine Note vielleicht ein wenig besser – gibt es aber nicht. Vor allem in der ersten Halbzeit wollte er viel, ihm gelang aber wenig, meistens blieb er mit seinen Dribblings beim Gegner hängen. In der zweiten Hälfte tauchte er komplett ab, wurde in der 69. Minute für Suat Serdar ausgewechselt. Note 4,5

Guido Burgstaller noch bester Schalker - Mittelfeld ideenlos, Sturm harmlos

Bemüht, aber wirkungslos: Amine Harit läuft seiner Form hinterher. © imago

Guido Burgstaller: Obwohl er ohne Treffer blieb, war Burgstaller immer noch der beste Schalker auf dem Platz: Arbeitete unermüdlich und konnte in der ersten Halbzeit immerhin zwei Torabschlüsse verbuchen. Vergab in der 58. Minute eine Großchance, als er allein auf Jiri Pavlenka zulief, das Tor aber verfehlte. Note 3



Mark Uth (ab 46.): Der Knoten will und will nicht platzen. Der frischgebackene Nationalspieler kam nach der Halbzeitpause für Hamza Mendyl, blieb aber ohne Wirkung – die Szene in der 84. Minute, als er frei zum Schuss kam und weit über das Tor zielte, wirkte fast schon hilflos. Passend, dass er in der 88. Minute frei vor Pavlenka stehend den Kopfball an die Latte setzte. Note 4,5

Franco Di Santo (ab 63.): ohne Bewertung - Suat Serdar (ab 69.): ohne Bewertung