Heldt-Debatte trübt die Schalker Stimmung

Vor Spiel in Gladbach

Wie lange wird Horst Heldt noch als Manager für den FC Schalke 04 arbeiten? Gleich vier Fernsehteams hatten sich am Freitag auf den Weg zum Schalker Training gemacht, um „Volkes Stimme“ zu erkunden. Diejenigen, die sich interviewen ließen, äußerten sich in einer Mischung aus Verärgerung und Fatalismus.

GELSENKIRCHEN

24.10.2015, 06:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heldt-Debatte trübt die Schalker Stimmung

Mainz-Manager Christian Heidel äußert sich nicht zu Berichten über seinen Wechsel zum FC Schalke 04.

Der Zorn mancher Äußerung resultiert aus der Befürchtung, dass die Manager-Debatte Schalkes guten Saisonstart mehr und mehr überlagert. Endlich spielt Schalke wieder guten und leidenschaftlichen Fußball, endlich identifizieren sich die Fans wieder mit ihrer Mannschaft, endlich hat Schalke mit André Breitenreiter einen Trainer gefunden, der glaubwürdig die Schalker Werte verkörpert.

Keine Klarheit

Doch was passiert? Nach dem angekündigten Gespräch zwischen Aufsichtsrats-Chef Tönnies und Manager Heldt am Donnerstag in der Veltins-Arena, gibt es immer noch keine Klarheit. Ein Zustand, der mehr und mehr nervt. Auch die Schalker Spieler und ihren Trainer. „Wir nehmen das wahr. Das ist auch ein Thema in der Kabine. Ich gehe davon aus, dass sich die handelnden Personen bald erklären“, hofft Breitenreiter, dass in der Managerfrage so schnell wie möglich Klarheit herrscht.

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Denn es kann nicht im Schalker Sinne sein, dass zuletzt so viel hausgemachte Unruhe aufgekommen ist. Die Manager-Debatte entwickelt sich mehr und mehr zum Härtetest für die Stimmung rund um den Traditionsverein. Nach Informationen dieser Redaktion soll Heldt zwar bis zum Saisonende weitermachen, weil Wunschnachfolger Christian Heidel wohl erst dann von Mainz freigegeben wird. Womöglich will Heldt sich aber nur unter bestimmten Bedingungen darauf einlassen. „Zeitnah“ hat der 45-Jährige ein zweites Gespräch mit Tönnies angekündigt.

Starke Gladbacher

Erst einmal reist Heldt als Schalker Sportvorstand am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel nach Mönchengladbach. Die wiedererstarkten Gastgeber sind gleich zweimal innerhalb von vier Tagen der Schalker Gegner, zunächst in der Bundesliga, dann in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

„Das ist eine besondere Konstellation. Seit dem Trainerwechsel schreibt Mönchengladbach eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte. Sie haben in der Offensive brutale Qualität und spielen in der Defensive wesentlich kompakter als zu Saisonbeginn“, hat Breitenreiter großen Respekt vor dem Gegner. Unter ihrem neuen Trainer André Schubert haben die Gastgeber zuletzt vier Bundesligasiege in Folge gefeiert und auch in der Champions League beim 0:0 in Turin ein Achtungszeichen gesetzt.

So könnte der S04 spielen: Fährmann - Riether, Höwedes, Matip, Aogo - Sané, Hojbjerg (Goretzka), Geis, Meyer - Di Santo, Choupo-Moting

 

 

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