Joel Matip lebt in Liverpool seinen Traum

So läuft es für die Ex-Schalker

Nach dem Ende der letzten Saison leitete der neue Manager Christian Heidel einen personellen Umbruch beim FC Schalke 04 ein. Viele Spieler verließen aus unterschiedlichen Gründen den Verein. Nicht alle sind bei ihren neuen Klubs glücklich geworden. Joel Matip aber schon.

GELSENKIRCHEN

15.11.2016, 06:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joel Matip lebt in Liverpool seinen Traum

Joel Matip (r.), hier im Zweikampf mit Chelseas Diego Costa, hält in Liverpool die Defensive zusammen.

Nach 16 Jahren auf Schalke, womit der Defensivspezialist zu den dienstältesten Spielern gehörte, wechselte Joel Matip  ablösefrei zum FC Liverpool. Und fühlt sich dort pudelwohl. Im Interview mit der „Welt“ zog der 25-Jährige eine positive Zwischenbilanz. Der introvertierte Innenverteidiger äußerte sich geradezu euphorisch über seinen neuen Klub. „Schalke ist schon eine große Nummer, aber Liverpool ist noch größer, viel internationaler. Das wurde mir noch einmal bewusst, als wir im Sommer in den USA waren. Wir hatten ein Testspiel, und da waren rund 50.000 Liverpool-Fans im Stadion. Liverpool ist ein Klub, den man auf der ganzen Welt kennt. Unglaublich“, so Matip.

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Ein wesentlicher Grund für seinen Wechsel war auch Trainer Jürgen Klopp. „Er ist ein klasse Trainer, weil er sportlich einen Plan hat und fähig ist, Spieler für sich zu gewinnen und sie weiterzuentwickeln. Das haben sie selbst bei Schalke honoriert, als er noch in Dortmund tätig war. Auch in Gelsenkirchen haben sie großen Respekt vor dem, was Jürgen Klopp beim BVB aufgebaut hat“, schwärmt Matip.

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Schalke ist trotz seines Wechsels auf die Insel nicht aus seinem Blickfeld geraten. „Schalke bedeutet mir noch viel. Sie gehören in der Bundesliga nicht dahin, wo sie stehen. Ich glaube fest daran, dass es weiter aufwärts geht“, glaubt der gebürtige Bochumer.

 

Während Matip sich an der Anfield Road sofort zum Stammspieler entwickelte, ist Leroy Sané meistens über Kurzeinsätze bei Manchester City noch nicht hinausgekommen. Der erklärte Wunschspieler von Trainer Pep Guardiola, den sich die „Citizens“ über 50 Millionen Euro kosten ließen, bekommt den beinharten Konkurrenzkampf zu spüren. Hinzu kam eine Oberschenkelverletzung beim Saisonstart, die den 20-Jährigen zurückwarf.

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Schon mehrfach hat der Jung-Nationalspieler die Möglichkeit genutzt, bei seinem alten Klub vorbeizuschauen. Auf Schalke war er Publikumsliebling, in Manchester ist er (noch) nur ein Mitläufer.

 

Roman Neustädter ist bei Fenerbahce Istanbul auch noch nicht glücklich geworden. Der Mittelfeldspieler agiert so wie auf Schalke - unauffällig. In weniger als der Hälfte der bisher absolvierten Pflichtspiele stand er in der Startelf.

 

Marco Höger scheint dagegen mit seinem Wechsel zum 1. FC Köln alles richtig gemacht zu haben. Ein Fünfjahres-Vertrag in seiner Heimatstadt, etwas Besseres konnte dem 27-Jährigen kaum passieren. Zumal die Euphorie beim „EffZeh“ nach glänzendem Bundesligastart groß und Höger Stammspieler ist, was auf Schalke angesichts der enormen Konkurrenz wohl kaum möglich gewesen wäre.

 

Gut getan hat auch Kaan Ayhan der Wechsel zu Fortuna Düsseldorf. Während er bei den Königsblauen in der vergangenen Saison nur wenige Kurzeinsätze absolvieren durfte, spielt er bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf regelmäßig.

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