Königsblaues Trauerspiel in der Regionalliga

Enttäuschende Saison der U23

Nicht nur die Bundesligamannschaft bereitet den Schalker Fans Kopfzerbrechen, noch viel schlimmer sieht die Entwicklung bei der zweiten Mannschaft der Königsblauen aus. Neun Spieltage vor dem Saisonende in der Regionalliga wird der Abstieg immer wahrscheinlicher.

GELSENKIRCHEN

23.03.2015, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marvin Friedrichsteht mit der Regionalligamannschaft der Königsblauen auf einem Abstiegsplatz.

Marvin Friedrichsteht mit der Regionalligamannschaft der Königsblauen auf einem Abstiegsplatz.

Denn der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt bereits sieben Punkte. Einen neuen sportlichen Tiefpunkt gab es am vergangenen Wochenende. Schalke verlor nicht nur 1:2 gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf, sondern die Blau-Weißen beendeten die Partie nur mit sieben Feldspielern nach einer Roten und zwei Gelb-Roten Karten.

Enttäuschende Saison

Hinterher war der Ärger über den Unparteiischen groß, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Schalker Zweitvertretung eine absolut enttäuschende Saison spielt. Denn die von Jürgen Luginger betreute Mannschaft trainiert unter Profibedingungen und die meisten seiner Spieler machen nichts anderes, als sich auf Fußball zu konzentrieren.

Zwischen zwei und drei Millionen Euro lässt sich Schalke die Regionalligamannschaft kosten. Dafür ist die bisher erzielte Ausbeute kümmerlich. In 25 Spielen schaffte Schalkes „Zweite“ ganze drei Siege, in diesem Jahr gab es überhaupt noch keinen Erfolg.

Sportliche Absturz droht

Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Planungen für den Bau eines neuen Stadions auf dem Vereinsgelände forciert werden und Schalke 20 Millionen Euro investiert, droht dem Regionalligateam, das dort neben den Jugendmannschaften eine neue Heimat finden soll, der sportliche Absturz.

Schalkes Finanzchef Peter Peters hat zuletzt zwar betont, dass die Königsblauen nicht daran denken, die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden. „Solch eine Entscheidung könnten wir nicht mehr rückgängig machen, sonst müssten wir in der Kreisliga C anfangen,“ so der 52-Jährige.

Herber Imageverlust

Doch der Abstieg in die Oberliga würde nicht nur einen herben Imageverlust bedeuten. Auch für die Weiterentwicklung vieler Talente wäre die Oberliga sportlich längst nicht so attraktiv und zielführend wie die Regionalliga. Zwar haben es Top-Talente wie Draxler oder Meyer geschafft, von der A-Jugend sofort den Sprung in die Bundesliga zu erreichen. Doch es gab auch Profis wie Fährmann oder Matip, die erfolgreich den Umweg über die „Zweite“ zu den Profis geschafft haben.

Selbst mit zwischenzeitlicher Hilfe einiger Jungprofis wie Wellenreuther, Friedrich, Itter, Sobottka oder Sané scheint es nicht zu gelingen den Abstieg zu verhindern. Sollte es dazu kommen, hat Schalke in diesem Bereich dringenden Analysebedarf.

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