Kuranyi rettet Schalke - Glücklicher 1:0-Sieg gegen „Club“

Erfolgreicher Rückrunden-Start

GELSENKIRCHEN Ausgerechnet Kevin Kuranyi hat Schalke 04 vor einer Pleite zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde bewahrt. Dank seines neunten Saisontreffers feierten die Gelsenkirchener am Sonntag mit dem überaus glücklichen 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg bereits den vierten Sieg nacheinander.

von Von Ulli Brünger (dpa)

, 17.01.2010, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kevin Kuranyi (2.v.l.) jubelt mit Edu (l.), Rafinha und Jefferson Farfan (r.) über sein Tor zum 1:0.

Kevin Kuranyi (2.v.l.) jubelt mit Edu (l.), Rafinha und Jefferson Farfan (r.) über sein Tor zum 1:0.

Nach dem 18. Spieltag beträgt der Rückstand der Franken schon fünf Punkte auf den Relegationsplatz. Dennoch machte FC-Torwart Raphael Schäfer die Leistung des Tabellenvorletzten Mut. „Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert und waren dran, mindestens einen Punkt mitzunehmen“, sagte der Schlussmann. „Die Mannschaft lebt. Wir müssen auf dem Schalke-Spiel aufbauen und gegen Frankfurt gewinnen. Der Abstand ist da. Er ist aber mit zwei Siegen wieder auszugleichen.“ Von seinen sechs neuen Spielern setzte Magath zunächst nur zwei ein: Der Ex-Bochumer Edu stürmte neben Kuranyi, gefiel aber nur durch Fleiß. Das Debüt von Peer Kluge in „Königsblau“ endete hingegen frühzeitig. Der Mittelfeldspieler, noch bis zur Winterpause in Nürnberg, musste nach 35 Minuten wegen einer Verletzung raus. Hecking stellte in seinem ersten Spiel als Nürnberger Cheftrainer sein Team um. Dabei setzte er auf die Bayern-Leihgaben Breno und Andreas Ottl, die der „Club“-Defensive Stabilität verleihen sollten.

Und das gelang zunächst vor den 61 515 Zuschauern in der Veltins- Arena: Die Gäste standen sicher in der Deckung und hatten in der ersten Halbzeit sogar die besseren Chancen. Nach einem Fehler von Bordon vergab Angelos Charisteas (26.) die beste Möglichkeit. Statt auf den mitgelaufenen Daniel Gygax zu passen, war der Grieche zu eigensinnig: Der Stürmer, der von Hecking eine neue Chance bekam, traf nur den Pfosten. Von Schalke war nichts zu sehen. Das Team konnte an die guten Leistungen zum Abschluss der Hinrunde nicht anknüpfen. Spielerisch lief kaum etwas zusammen. Ein 18-Meter-Schuss von Ivan Rakitic (9.), der knapp am Tor vorbeiging, war die einzige nennenswerte Szene. Auch die Deckung der Gastgeber stand alles andere als sicher, so dass Magath schon nach einer halben Stunde die Defensive komplett umstellte.

Wie umgewandelt kamen die Schalker aus der Kabine: Mit ihrer ersten zielstrebenden Aktion gelang ihnen die Führung nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff: Farfan setzte sich auf der rechten Seite gegen Javier Pinola durch, die Flanke verwertete der bis dahin völlig untergetauchte Kuranyi. Hecking reagierte und verstärkte die Offensive. Die Schalker verfielen hingegen wieder in dem Trott der ersten Halbzeit - und hatten auch noch Glück. Der eingewechselte Christian Eigler (68.) vergab die beste Chance zum verdienten Ausgleich. Freistehend scheiterte er an dem stark reagierenden Torwart Manuel Neuer, der den Ball an den Pfosten lenkte.

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