Lockrufe finden Gehör: Sane wohl zu Guardiola

Schalke-Talent vor Absprung

Der eine kommt, der andere geht mit großer Wahrscheinlichkeit. Am heutigen Freitag wird der FC Schalke 04 den teuersten Transfer seiner Vereinsgeschichte, Breel Embolo, präsentieren. Ob der Schweizer Schalkes Jung-Star Leroy Sane noch einmal im königsblauen Trikot zu Gesicht bekommen wird, ist indes mehr als zweifelhaft.

GELSENKIRCHEN

15.07.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Und tschüss: Leroy Sane scheint den Lockrufen von Pep Guardiola zu erliegen.

Und tschüss: Leroy Sane scheint den Lockrufen von Pep Guardiola zu erliegen.

Denn nach Informationen der „Bild“ soll sich Sane mit Manchester City über einen Vierjahres-Vertrag einig sein. Manchesters neuer Trainer Pep Guardiola gilt als ausgesprochener Fan des jungen Schalkers, der zuletzt bei der Europameisterschaft zwar nur zwölf Minuten zum Einsatz kam, aber dafür im vergangenen Jahr in der Bundesliga umso nachhaltigeren Eindruck hinterlassen hat.

Guardiola leistet Überzeugungsarbeit

Guardiola soll Sane und dessen Vater Souleyman nach Informationen dieser Zeitung in London bei einem Gespräch nach der Europameisterschaft in Frankreich von einem Wechsel überzeugt haben. Bis zu diesem Zeitpunkt war sich der 20-Jährige noch nicht über seine Zukunftspläne im Klaren. Doch Guardiolas Worte hinterließen Wirkung.

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Angeblich boten die Citizens bereits im letzten Winter 55 Millionen Euro für den Rechtsaußen. Sane hat beim Bundesligisten zwar noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Doch im Sommer 2017 könnte er angeblich wegen einer Ausstiegsklausel für 37 Millionen Euro gehen. Da Manchester City ein Angebot in einer Größenordnung von mindestens 50 Millionen Euro abgeben will, würden die Königsblauen kräftig am Sane-Transfer verdienen.

Heidel als knallharter Verhandlungspartner

Allerdings war am Donnerstag noch kein Angebot von Manchester City beim FC Schalke 04 eingetroffen. Und Manager Christian Heidel gilt als knallharter Verhandlungspartner, der gewiss seine Vorstellungen hat, bei welcher Ablösesumme er sein Okay geben wird.

Außerdem darf man getrost davon ausgehen, dass Heidel bei einem Sane-Wechsel längst Alternativen in der Schublade hat, wie der Verlust des Jung-Nationalspielers sportlich aufgefangen werden kann. Eine Entscheidung in dieser Personalie ist bald zu erwarten, denn Heidel hat zuletzt immer wieder betont, dass es keinen zweiten „Fall Draxler“ geben wird. Der Weltmeister war im vergangenen Jahr bekanntlich erst auf den letzten Drücker zum VfL Wolfsburg transferiert worden.

Guardiola schneller als Bayern

Damit scheint auch klar, dass Leroy Sane nicht beim FC Bayern München landen wird. Der deutsche Rekordmeister soll ebenfalls großes Interesse signalisiert haben, den Jung-Nationalspieler zu verpflichten. Doch die Bayern wollten Sane angeblich erst im nächsten Jahr unter Vertrag nehmen. Guardiola war offenbar schneller und hatte die besseren Argumente. Aktuell macht Sane Urlaub in Los Angeles.

Breel Embolo wird am heutigen Freitag den Medien vorgestellt, danach wird der 19-Jährige ab 15 Uhr die erste Trainingseinheit bei seinem neuen Verein auf dem Klubgelände absolvieren.

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