Lukas Schmitz spricht über seine erste Saison in Bremen

Interview vor Bundesliga-Spiel

Für die Ablösesumme von einer Million Euro wechselte Lukas Schmitz 2011 vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen. Dort hat sich der Linksverteidiger einen Stammplatz erkämpft. Auf 25 Bundesligaeinsätze hat es der gebürtige Hattinger in dieser Saison bisher gebracht

Gelsenkirchen

von Von Frank Leszinski

, 04.05.2012, 22:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hat sich in Bremen durchgesetzt: Linksverteidiger Lukas Schmitz (r.) spielte von 2009 bis 2011 für die Königsblauen, ehe er an die Weser wechselte. Foto: Karsten Rabas / NBM

Hat sich in Bremen durchgesetzt: Linksverteidiger Lukas Schmitz (r.) spielte von 2009 bis 2011 für die Königsblauen, ehe er an die Weser wechselte. Foto: Karsten Rabas / NBM

Warum sollte ich?

Natürlich ist es schade, dass wir in der Rückrunde bisher nur 13 Punkte geholt haben. Aber was mich betrifft, so habe ich den Wechsel noch keine Sekunde bereut. Ich fühle mich in Bremen sehr wohl. Das Umfeld stimmt, ich habe nette Nachbarn und noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Mein Ziel ist in diesem Zeitraum in der Bundesliga Stammspieler zu werden und mit Werder so viel Erfolg wie möglich zu haben.

Dafür habe ich auch keine schlüssige Erklärung. Wenn wir wüssten, woran es liegt, hätten wir es schon längst abgestellt. Vor allem auswärts haben wir zu wenig Punkte geholt.

Die haben wir immer noch, aber nur die vielen verletzungsbedingten Ausfälle als Grund für zu wenig Punkte anzuführen, das ist mir zu wenig. Auch andere Mannschaften hatten Personalausfälle, stehen jedoch in der Tabelle besser da.

Das glaube ich nicht. Ich denke, dass wir in der Rückrunde an Kompaktheit verloren haben, weil Trainer Thomas Schaaf immer wieder gezwungen war, Wechsel vorzunehmen.

Thomas Schaaf ist der typische Norddeutsche, bodenständig und ruhig. Das ist aber nicht negativ gemeint. Herr Schaaf hat eine spezifische Art mit uns zu arbeiten, andere Trainer haben ihre Art. Auf jeden Fall ist Thomas Schaaf ein absoluter Fachmann.

Das habe ich auch gehört.

Ehrlich gesagt ganz selten.

Ich finde, dass lenkt nur ab. Ich will mich voll und ganz auf Fußball konzentrieren. Wer wann was gesagt hat, spielt für mich nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist für mich, was der Trainer sagt. Wie er mich einschätzt, was er von mir auf dem Platz erwartet.

Erstens wollen wir mit einem Sieg unsere Mini-Chance wahren, vielleicht doch noch die Qualifikation für die Europa League zu erreichen. Zweitens ist es enorm wichtig, die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Das ist wichtig für die Stimmung im Verein. Und drittens wollen wir uns mit einer guten Leistung von unseren Fans verabschieden.

Ehrlich gesagt sehr wenig. Zuletzt habe ich mit Christoph Moritz und Christoph Metzelder telefoniert.

Ja. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Der Kader sollte so breit aufgestellt sein, dass wir Ausfälle besser kompensieren können. Aber das wissen Sportdirektor Klaus Allofs und der Vorstand viel besser. Ich bin gespannt, wen sie aus dem Hut zaubern werden.

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