Magath-Team tankt nach 1:0-Sieg Selbstvertrauen

Charmanter Angriff

Daran, dass er die ihm plötzlich zugewiesene Position des obersten Charme-Beauftragten des Vereins ernst nimmt, ließ Felix Magath keinen Zweifel. Elegant gekleidet, bewaffnet mit einem Blumenstrauß, betrat er vor dem Spiel gegen den SC Freiburg den Rasen der Veltins-Arena.

GELSENKIRCHEN

von Von Nobert Neubaum

, 13.02.2011, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fußball, Länderspiel, EM-Qualifikation Gruppe D: Deutschland - Schottland am 07.09.2014 im Signal-Iduna-Park in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Deutschlands Benedikt Höwedes (l) und Schottlands Steven Naismith versuchen den Ball zu spielen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Fußball, Länderspiel, EM-Qualifikation Gruppe D: Deutschland - Schottland am 07.09.2014 im Signal-Iduna-Park in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Deutschlands Benedikt Höwedes (l) und Schottlands Steven Naismith versuchen den Ball zu spielen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die vergangene Woche gehörte dem Mann, der in der Vorsaison noch als „Magier“ gefeiert wurde. Magath ging via Facebook an die Öffentlichkeit und sorgte damit für viel Aufsehen.Dennoch – die Fußballer in Blau-Weiß ließen sich nicht ablenken, so dass Felix Magath sich freute, „endlich mal wieder einen Sieg kommentieren zu dürfen“. Es war der erste Bundesliga-Heimsieg des Jahres, und an dem bestand nie ein Zweifel. Schalke machte von Beginn an Druck, hatte mit dem um Auswechslung geradezu flehenden Rasen wesentlich weniger Probleme als die kaum stattfindenden Freiburger, deren aktivste Offensivkraft noch Trainer Robin Dutt war. Der erlebte die erste Niederlage nach sieben Spielen, die Farfan durch sein Tor besiegelte (49.), wild gestikulierend an der Seitenlinie. Dass Dutt in der Analyse gefühlte zehn Mal das Wort „schlecht“ benutzte, sprach Bände.

Schalke kann am Montag mit neuem Selbstvertrauen nach Valencia zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League fliegen (Dienstag, 20.45 Uhr). „Das Spiel wird uns einen Schub geben“, glaubt Benedikt Höwedes, der Freiburgs Torjäger Cisse kalt stellte und zwei Mal in höchster Not rettete. Felix Magath hatte seine aufregendsten Minuten des Tages da schon hinter sich. Nach bangem Suchen fand er in Atsuto Uchida den Blumen-Adressaten, der für den Sieg mit Japan beim Asien-Cup geehrt wurde.  Viele Freunde gewonnen (per Mausklick), dazu einen Dreier gegen Freiburg (ganz real) und die Blumen auch noch losgeworden – Felix Magath hat in seiner neuen Rolle als Vereins-Charmeur gleich Maßstäbe gesetzt.  

Lesen Sie jetzt