Manager Christian Heidel trifft seine alte Liebe

Schalke empfängt Mainz

Besonderes Wiedersehen für Christian Heidel: Schalkes Manager empfängt am Sonntag (17.30 Uhr) mit den Königsblauen erstmals seinen alten Klub Mainz 05. Eine kurzfristige Verpflichtung eines vertragslosen Stürmers als Embolo-Ersatz schloss Heidel derweil aus, dafür wird Schalkes medizinische Abteilung umstrukturiert.

GELSENKIRCHEN

22.10.2016, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Manager Christian Heidel trifft seine alte Liebe

Fast ein Vierteljahrhundert war Christian Heidel Manager bei Mainz 05, nun spielt er mit Schalke 04 erstmals gegen das Team von Coach Martin Schmidt (l.).

Auch im Büro von Christian Heidel ist seine Mainzer Vergangenheit präsent. An einer Wand hängt ein Bild von der Coface Arena, in der Mainz 05 seit 2011 seine Heimspiele austrägt. Es war ein Geschenk des Mainzer Oberbürgermeister Christian Ebling für den neuen Schalke-Manager, der zuvor 24 Jahren in gleicher Funktion höchst erfolgreich für die Rheinhessen tätig war.

Erstmals gegen die alte Liebe

Am Sonntag (17.30 Uhr) wird Heidel vor dem Anpfiff zwischen Schalke und Mainz viele bekannte Hände schütteln. Erstmals trifft er in neuer Funktion auf seinen alten Klub, für den 53-Jährigen hat diese Partie somit eine ganz besondere Bedeutung.

„Wenn ich sagen würde, das wäre ein Spiel wie jedes andere, nimmt mit das doch keiner ab. Doch niemand in Mainz wird es mir verübeln, wenn ich sage: „Am Sonntag gibt es nur ein Ziel, Mainz 05 zu schlagen,“ betonte Heidel.

Wiedersehen mit vielen Weggefährten

Schon am Samstag feiert er ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Weggefährten aus Mainz, die er in sein neues Zuhause in Essen eingeladen hat. Fast ein Vierteljahrhundert Manager in Mainz, solch ein langer Zeitraum lässt sich eben nicht einfach wegwischen.

 

Wie seine Gefühlswelt vor dem Anpfiff beim Rendezvous mit der eigenen Vergangenheit aussehen wird, kann Heidel nicht einschätzen. „Ich habe in der Bundesliga alles erlebt. Aber ein Spiel gegen Mainz 05, das ist eine Premiere“, so Schalkes neuer Manager, der sich mit ähnlichem Engagement wie in seiner Heimat in die Arbeit gestürzt hat.

Neues medizinisches Konzept vorgestellt

Am Freitag stellte Schalke sein neues medizinisches Konzept unter Federführung der Orthopädie Praxisklinik Dr. Rosenthal und der Viktoria Klinik Bochum vor. Denn auch in diesem Bereich soll Schalke gemäß den Vorstellungen von Heidel noch besser aufgestellt werden. Ein Netz von Spezialisten soll dafür sorgen, dass die medizinische Betreuung der Königsblauen nichts zu wünschen übrig lässt.

Nachholbedarf hat Schalke aber gewiss noch, was den Punktestand in der Bundesliga betrifft. Deshalb zählt gegen Mainz für die seit vier Pflichtspielen ungeschlagenen Schalker nur ein Sieg. Markus Weinzierl blickt der Partie optimistisch entgegen. „Meine Mannschaft ist auf einem guten Weg, den schwachen Start zu korrigieren“, so der Schalker Trainer, der keine neuen verletzten Spieler zu beklagen hat.

Weinzierl mit der Qual der Wahl

Die in Krasnodar geschonten Kolasinac, Bentaleb und Goretzka stehen wohl wieder zur Verfügung genauso wie Choupo-Moting, der wegen einer Knierreizung eine Pause einlegte. „Jetzt habe ich die Qual der Wahl. Damit kann ich gut leben“, sagte Weinzierl mit einem Lächeln.

Dass Schalke für den verletzten Embolo kurzfristig einen vertragslosen Profi verpflichtet, schloss Heidel kategorisch aus. „So etwas bringe ich nicht übers Herz, Breel liegt traurig im Krankenhaus. Das wäre unfair,“ sagte der 53-Jährige.

Schalke: Fährmann - Höwedes, Naldo, Nastasic, Baba - Geis, Bentaleb - Konoplyanka, Meyer, Choupo-Moting - Huntelaar