Marco Höger über Eitelkeiten und Schwächen

Das Schalke-Interview

Marco Höger geht in sein viertes Schalke-Jahr. Im Interview mit Frank Leszinski spricht der defensive Mittelfeldspieler über Eitelkeiten, die Schwächen der Schalker Mannschaft in dieser Saison und den neuen Trainer Roberto Di Matteo.

GELSENKIRCHEN

17.11.2014, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marco Höger über Eitelkeiten und Schwächen

Fester Bestandteil beim S04: Mittelfeldspieler Marco Höger.

Ich bin nahe dran. Nach drei Spielen in einer Woche sagt mir mein Körper manchmal, dass er sieben Monate wegen der Verletzung pausieren musste.

Auch unter Jens Keller hatte ich meine Spielanteile.

Er spricht sehr viel mit uns, in der Gruppe, unter vier Augen. Der Trainer macht uns deutlich, dass er uns vertraut.

Dieser Erfolg stärkt ihn natürlich im Umgang mit uns Spielern. Wenn er in einen Raum kommt, spüre ich sofort seine Ausstrahlung. Es ist ein Mix aus Ernsthaftigkeit und Gelassenheit.

Im Endeffekt sind wir Spieler ja daran schuld, wenn es zu einem Trainerwechsel kommt. Das hängt eben hauptsächlich mit unseren Leistungen auf dem Platz zusammen. Es muss endlich aufhören, dass jedes Jahr ein neuer Trainer kommt. Ziel muss es jetzt sein, langfristig mit einem Trainer zusammenzuarbeiten.

Für mich ist das schwer zu erklären. Fakt ist, dass wir gerade in den letzten beiden Spielen nicht das umgesetzt haben, was vorgegeben wurde. Wie wir uns nach dem 0:1 in Freiburg verhalten haben, das darf so nicht sein. Da kann kein Trainer der Welt etwas machen. Das sind grundlegende Sachen, die wir einfach vermissen haben lassen.

Niemand geht von uns ins Spiel mit dem Gedanken im Hinterkopf, diesmal gebe ich nur 50 oder 80 Prozent. Jeder will das Beste aus sich herausholen und weiß genau, wie viele Schalker Fans hinter der Mannschaft stehen und mitfiebern. Da steht jeder in der Pflicht, alles zu geben. Gerade bei einem Klub wie Schalke 04.

Auch das glaube ich nicht. Wir haben uns zum dritten Mal hintereinander für die Champions League qualifiziert, der Kader ist zusammengeblieben und wir haben uns verstärkt. Wir haben genug Qualität, um das kleine Tief zu überwinden.

Das ging ohne Probleme. Das Ruhrgebiet ist für mich zu einer zweiten Heimat geworden. Ich wohne drei Kilometer von der Veltins-Arena in einer schönen Wohngegend mit einer lieben Nachbarschaft. Mehr geht nicht. In dieser Hinsicht bin ich rundum zufrieden.