Max Meyer hat sich viel vorgenommen

Topmotiviert in die Rückrunde

Er war ständig in Bewegung, er dribbelte und schoss aus allen Lagen. Wer genau hinschaute, dem blieb in den letzten Trainingseinheiten des FC Schalke 04 nicht verborgen, dass einer mit besonderem Ehrgeiz zur Sache ging: Max Meyer. Nach dem durchwachsenen letzten Jahr möchte der Schalker nun wieder richtig angreifen.

GELSENKIRCHEN

21.01.2015, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Hoffnungsträger, der dem Schalker Spiel wieder mehr Kreativität verleihen könnte: Max Meyer.

Ein Hoffnungsträger, der dem Schalker Spiel wieder mehr Kreativität verleihen könnte: Max Meyer.

Der 19-Jährige scheint sich für das Fußballjahr 2015 besonders viel vorgenommen zu haben. Er gibt Vollgas und trainierte in dieser Woche trotz der Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt immer in kurzen Hosen.

Kein einfacher Start

Meyer hatte keinen einfachen Start unter dem neuen Trainer Roberto Di Matteo. Der Jung-Nationalspieler wurde von dem Italo-Schweizer wesentlich seltener eingesetzt als von Vorgänger Jens Keller, bei dem er quasi gesetzt war. Im letzten Pflichtspiel des Jahres beim enttäuschenden 0:0 gegen Hamburg durfte sich Meyer sogar nur warm machen.

Jetzt lesen

Di Matteo begründete seine Entscheidung damals mit den zahlreichen englischen Wochen und betonte: "Max wird weiter ein wichtiger Spieler für uns bleiben." Dass die von Meyer bevorzugte Zehnerposition der Umstellung auf das 3-5-2-System mit jeweils zwei offensiven und defensiven Außenbahnspielern zum Opfer gefallen ist, soll kein Dauerzustand bleiben. Di Matteo will Schalke ohnehin flexibler aufstellen und lässt auch im 4-3-3 trainieren.

Herausragende Fähigkeiten

Max Meyer kann aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten ohne Zweifel den Unterschied ausmachen. Dass ihm dies mit seinen 19 Jahren noch nicht so regelmäßig gelingt, ist nachvollziehbar.

Doch gerade in den ersten Rückrundenspielen dürfte Meyer beste Chancen haben, in der Schalker Startelf zu stehen. Denn weil Eric Maxim Choupo-Moting beim Afrika-Cup im Einsatz und mit der Rückkehr der verletzten Farfan und Draxler noch nicht zu rechnen ist, gilt Kevin-Prince Boateng als heißer Kandidat für die zweite Angriffsposition neben Klaas-Jan Huntelaar. Wenn es so kommt, wäre Meyer seinen Hauptkonkurrenten im Mittelfeld los.

Interesse an Okazaki

Manager Horst Heldt hat derweil natürlich auch schon die nächste Spielzeit im Blick. Schon länger wird Schalke ein Interesse an Shinji Okazaki nachgesagt. Der Vertrag des Stürmers vom FSV Mainz 05 läuft am 30. Juni 2016 aus. Allerdings sind die Königsblauen längst nicht der einzige Klub, der Okazaki genauer unter die Lupe nimmt. Schon im vergangenen Herbst haben zahlreiche britische Klubs den Stürmer gescoutet.

Italienische Medien berichten außerdem vom Schalker Interesse an Nicola Sansone. Der Linksaußen, der aktuell bis 2017 in Sassuolo unter Vertrag steht, wurde beim FC Bayern ausgebildet.  

Entwarnung bei Marco Höger: Der Mittelfeldspieler hat sich im Training am Dienstag nur eine Knieprellung zugezogen und kehrt ins Mannschaftstraining zurück.
Das DFB-Sportgericht hat Schalke wegen dreier Fälle unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe von 60.000 Euro belegt.

Lesen Sie jetzt