Nabil Bentaleb erweist Schalke 04 wieder einmal einen Bärendienst

Schalke 04

Das 1:5 in Stuttgart war die zehnte Schalker Niederlage in dieser Saison mit mindestens drei Toren Unterschied. Mit dazu bei trug wesentlich Nabil Bentaleb.

Gelsenkirchen

, 28.02.2021, 08:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Amine Harit (r.) überließ Nabil Bentaleb die Ausführung des Elfmeters.

Amine Harit (r.) überließ Nabil Bentaleb die Ausführung des Elfmeters. © dpa

Denn der Mittelfeldspieler schnappte sich nach 71 Minuten einfach den Ball und gab ihn nicht mehr her. Nach längerer Diskussion mit dem gefoulten Amine Harit gab dieser schließlich nach. Bentaleb durfte den Foulelfmeter schießen, obwohl er nicht dafür eingeteilt war.

Es passte wie die Faust aufs Auge in Bezug auf Schalkes desaströse Bundesligasaison, dass Bentalb so schwach und unplaziert schoss, dass VfB-Torhüter Kobe abwehren konnte. Statt 2:3 blieb es zunächst beim 1:3 aus Schalker Sicht.

Wieder einmal hatte Bentaleb seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Trainer Christian Gross nahm den Problemspieler jedoch in Schutz. „Bentaleb hat Harit gefragt, ob er schießen kann und darf. Man muss verstehen, Nabil steht in der Bringschuld bei der Mannschaft. Deshalb mache ich ihm keinen allzu großen Vorwurf. Er wollte das Beste“, so der Schalker Coach.

Langer verteidigt Gross

Wie lange Gross noch Schalker Trainer bleiben darf, ist offener denn je. Zwar dementierte Schalke, dass es eine Spieler-Revolte gegeben habe, die den Rücktritt von Gross gefordert habe, doch die Dementis waren alles andere als überzeugend.

Torhüter Michael Langer nahm Gross in Schutz: „Wir schätzen den Trainer extrem, er hat eine große Autorität. Wenn wir so verteidigen, dann ist der Trainer die ärmste Sau.“

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