Nastasic, Höger und Höwedes kehren zurück

Schalke-Trio im Training

Sie waren frustriert, mussten sich wochen- bzw. monatelang in Geduld üben, ehe eine lange Rehazeit begann, die seit vergangener Woche abgeschlossen ist. Seitdem dürfen die langzeitverletzten Spieler Matija Nastasic, Marco Höger und Benedikt Höwedes langsam wieder mit dem Ball trainieren.

GELSENKIRCHEN

22.03.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nastasic, Höger und Höwedes kehren zurück

Matija Nastasic wird dem FC Schalke 04 mehrere Monate fehlen.

Dabei vereint dieses Schalke-Trio ein gemeinsamer Traum: Sie wollen für ihrem Klub in dieser Saison unbedingt noch einmal spielen.

Nastasic fehlt seit erstem Spieltag

Nastasic ist Schalkes größter Pechvogel in dieser Saison. Am ersten Spieltag riss dem Serben beim Bundesligaspiel in Bremen die Achillessehne. Damit fehlte den Königsblauen ein Abwehrspieler, auf den sie große Hoffnungen gesetzt hatten. Nicht nur nur aus sportlichen Gründen bedauert Horst Heldt den langen Ausfall des 22-Jährigen: „Matija ist für mich ein besonderer Fußballer, weil er eine tolle Mentalität besitzt.“

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Marco Höger, den im September ein Kreuzbandteilabriss in Hamburg außer Gefecht setzte, wechselt zwar am Saisonende zum 1. FC Köln, aber so sang- und klanglos will er den Traditionsklub nicht verlassen. Ihm wäre es „zu gönnen, sich auf dem Spielfeld von unseren Anhängern zu verabschieden“, sagt Heldt. Mit dem Wechsel zum 1. FC Köln erfüllt sich Höger nach eigenen Worten „einen Kindheitstraum“, denn der Mittelfeldspieler ist in Köln geboren.

Schalke gab Höger trotz Verletzung Vertrag

Gleichwohl weiß er genau, dass er Schalke viel zu verdanken hat. Unmittelbar nach seiner schweren Verletzung bot ihm Schalke eine Vertragsverlängerung bis 2017 an – eine feine Geste, die Höger dankbar annahm, bevor ihn die langfristige Offerte aus Köln zum Wechsel animierte.

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Auch Benedikt Höwedes kämpft mit gewohnt großem Ehrgeiz darum, noch vor dem Bundesligaende sein Comeback zu schaffen. Zudem hat der Schalker Mannschaftskapitän die Hoffnung noch nicht aufgegeben, von Bundestrainer Joachim Löw für die EM nominiert zu werden. Deshalb wäre es für den 28-Jährigen besonders wichtig, noch in dieser Spielzeit Arbeits- und Fitnessnachweise zu erbringen.

Höwedes will noch diese Saison zurückkehren

Bei einem Testspiel im Wintertrainingslager in den USA hatte sich Höwedes im Januar einen Muskelfaserriss sowie eine Schädigung der Bizepssehne zugezogen, die ihn zu einer langen Pause zwangen. „Jetzt geht es ihm sehr gut. Die Verletzung war relativ schwer, das braucht seine Zeit. Aber er selbst sieht sich im Soll, Benedikt geht davon aus, dass er in dieser Saison noch zurückkehrt“, berichtet Heldt.

Bei aller Freude über diese Entwicklung gibt der Schalker Manager allerdings auch zu bedenken, dass eine Rückkehr ins Mannschaftstraining noch nicht gleichbedeutend mit der Spielfähigkeit für die Bundesliga sei. Heldt: „Es braucht seine Zeit. Wenn alles so weiter läuft, könnten sie im April wieder spielen.“ Diese Prognose gilt indes nicht für Atsuto Uchida. Für den japanischen Publikumsliebling ist die Saison gelaufen. Er hat nach seiner Knieoperation immer noch Probleme und ist weiterhin in Japan zur Behandlung.