Pleite gegen Mönchengladbach: Schalke sagt Europa ade

Bundesliga

MÖNCHENGLADBACH Der FC Schalke 04 sagt Europa ade, dafür schöpft Mönchengladbach neue Hoffnung im Abstiegskampf: Das sind die Konsequenzen aus dem gestrigen Gladbacher Last-Minute-Sieg gegen Schalke (1:0).

von Von Frank Leszinski

, 11.05.2009, 07:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mönchengladbacher Marko Marin (l) kämpft mit dem  Schalker Levan Kobiashvili um den Ball.

Der Mönchengladbacher Marko Marin (l) kämpft mit dem Schalker Levan Kobiashvili um den Ball.

 Es war eher ein Zufall, dass die Gastgeber die größte Chance in der ersten Spielhälfte hatten: Nachdem Rafinha den Ex-Schalker Baumjohann im Strafraum zu Fall gebracht hatte, entschied Schiedsrichter Peter Sippel auf Elfmeter. Aber nicht mal damit konnte die Mannschaft von Gladbachs Trainer Hans Meyer etwas anfangen: Schalkes Torhüter Manuel Neuer hielt den Schuss von Marko Marin (23.).

g Schalke hatte seinen Tiefschlag schon einige Minuten vorher zu verkraften: Christian Pander verletzte sich ohne Fremdeinwirkung (16.). Für ihn kam Levan Kobiashvili – aber auch der musste in der 59. Minute verletzt raus. Im zweiten Durchgang war Schalke klar am Drücker, machte aber das Tor nicht. Weder Jones (66., scheiterte an Bailly) noch Kuranyi (70., Dante rettete auf der Linie) brachten den Ball im Tor unter. Und so kam es, wie es für Schalke schon oft gekommen ist: Als die Königsblauen ihr gesamtes Chancen-Kapital verballert hatten und sich alle Welt auf ein 0:0 einstellte, schlug der Kontrahent gnadenlos zu. Neuville flankte zum völlig freistehenden Colautti – und der traf zum 1:0. Weil das alles in der 90. Minute passierte, war das Spiel kurz danach vorbei.

Für Schalke ist die Saison nach der zweiten Niederlage hintereinander endgültig gelaufen. Dementsprechend bedient war Torhüter Manuel nach der 500. Bundesliga-Niederlage für S 04: „Jetzt ist der Zug Richtung Euro League abgefahren. Dabei waren wir die bessere Mannschaft, hatten mehr Chancen, sind dann aber eiskalt erwischt worden. Daher ist das doppelt bitter.“

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