Ralf Fährmanns neuer Elfmeter-Trick zeigt Wirkung

Niederlage in Leipzig

Schalkes Torhüter pariert einen Leipziger Strafstoß mit besonderer Technik. Verhindern kann er die 1:3 (0:1)-Niederlage gegen RB zwar nicht, er spricht aber nicht von einem Rückschlag. Vielmehr stehe die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund, so der Schalker Schlussmann.

Gelsenkirchen

, 15.01.2018, 12:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ralf Fährmanns neuer Elfmeter-Trick zeigt Wirkung

Schalke-Keeper Ralf Fährmann, hier bei einer Rettungstat per Faustabwehr, überraschte Leipzigs Augustin mit seiner Elfmeter-Technik. © dpa

Ralf Fährmann kauerte in der Hocke auf der Torlinie und machte sich ganz klein. Als Elfmeterschütze Jean-Kevin Augustin anlief, sprang der Schalker Torhüter plötzlich explosionsartig hoch und konnte den Ball abwehren. Auf diese Art und Weise hatte der 29-Jährige in seiner Karriere noch nie einen Strafstoß gehalten - insgesamt hat der S04-Keeper in der Bundesliga bislang zehn Elfer pariert.

Schmunzeln über die Niederlage

„Ich bilde mich weiter und habe zuletzt eine Studie über Psychologie bei Elfmetern gelesen. Wenn das den Schützen verwirrt hat, habe ich alles richtig gemacht“, sagte der Torhüter mit einem Schmunzeln nach der 1:3 (0:1)-Niederlage in Leipzig.

Ansonsten quittierte er die erste Schalker Niederlage seit dem 23. September 2017 in Hoffenheim (0:2) ganz gelassen. „Das ist kein Rückschlag und auch kein Fehlstart in die Rückrunde. Ich habe immer gesagt, dass es nicht unser Saisonziel ist, Platz zwei zu verteidigen, sondern die Entwicklung der Mannschaft“, betonte Fährmann.

35 Minute auf Augenhöhe

Sein Team präsentierte sich in Leipzig durchaus auf Augenhöhe mit dem Gegner, aber nur 35 Minuten lang. Nach dem Doppelschlag zum 3:1 war die Begegnung vorzeitig entschieden. In der Schlussphase konnten die Königsblauen sogar froh sein, dass sie nicht noch weitere Gegentreffer kassierten. „Mund abputzen, viel aus dem Spiel lernen und es dann am kommenden Sonntag gegen Hannover besser machen“, empfahl Manager Christian Heidel den Schalker Spielern.

Dabei hatte Trainer Domenico Tedesco in seiner Startelf noch keinen der beiden Winter-Neuzugänge dabei. Cedric Teuchert gehörte nach seinem Infekt noch nicht zum Aufgebot, während der von Juventus Turin ausgeliehene Marko Pjaca erst in der 55. Minute eingewechselt wurde. An dem Kroaten lief das Spiel jedoch ebenso vorbei wie am eingewechselten Breel Embolo. Die Hoffnung von Tedesco, mit der Einwechslung von zwei Stürmern das Offensivspiel zu beleben, ging in Leipzig nicht in Erfüllung. Weder Pjaca noch Embolo sorgten für Gefahr vor dem Tor der Platzherren.

Celtic an di Santo interessiert

„Wir haben leider bei der Spieleröffnung zu viele Fehler gemacht“, sagte Pjaca nach seinem Kurzeinsatz. Dass Franco di Santo erneut in der Schalker Startelf stand, war nicht unbedingt zu erwarten. Der Argentinier hat sich zwar im Saisonverlauf etwas gesteigert, aber seine Torquote ist für einen Stürmer (erst ein Treffer in der laufenden Bundesligasaison) alles andere als beeindruckend. Schottische Medien berichten, dass Celtic Glasgow an einer Verpflichtung des Argentiniers interessiert sein soll.

Jetzt lesen

Wie Teuchert gehörte auch Leon Goretzka noch nicht zum Kader. Der Nationalspieler war nach seiner knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel erst vor wenigen Tagen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der Trainingsrückstand bei Goretzka ist für Tedesco noch zu groß. Sein letzter Pflichtspieleinsatz liegt nun schon über sechs Wochen zurück.

Heidel bestätigt Gespräche

Mit Abdul Rahman Baba könnte vor Ende der Wechselfrist noch ein Spieler den Schalker Kader verstärken. Manager Christian Heidel bestätigte Gespräche mit dem FC Chelsea, wo Baba wegen eines Kreuzbandrisses in der aktuellen Saison bisher nicht zum Einsatz kam. Schalke hatte den Linksverteidiger bereits in der vorigen Spielzeit von Chelsea ausgeliehen.