Ralf Rangnick sagt Schalke 04 ab - viele Fans sind enttäuscht

Schalke 04

Am Samstagmittag gab es die nächste große Enttäuschung für viele Fans des FC Schalke 04: Ralf Rangnick kehrt nicht zu den Königsblauen zurück.

Gelsenkirchen

, 20.03.2021, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ralf Rangnick hat Schalke abgesagt.

Ralf Rangnick hat Schalke abgesagt. © dpa

Der 62-Jährige begründete seine Entscheidung wie folgt: „Schalke 04 ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die überwältigend positiven Reaktionen der königsblauen Gemeinde auf meine mögliche Rückkehr haben mich zutiefst beeindruckt und in meinen Gefühlen für diesen ganz besonderen Verein bestätigt.

Ich hätte mich gerne eingebracht, um Schalke auf dem schwierigen Weg zurück zu alter Stärke zu helfen. Leider sehe ich mich aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten innerhalb des Vereins derzeit nicht in der Lage, die sportliche Verantwortung bei S04 zu übernehmen.

„Gewisses Verständnis“

Ich wünsche allen Mitgliedern und Anhängern des Vereins, dass es ihnen gelingt, sämtliche Kräfte zu bündeln, um Schalke 04 auf und außerhalb des Platzes wieder zu einer Einheit zu machen und nach oben zu führen.“

Eine Interessengemeinschaft aus Politik, Wirtschaft und Vereinsumfeld hatte zunächst ohne Wissen des Aufsichtsrats den Versuch unternommen, Rangnick für eine Rückkehr nach Gelsenkirchen als Sportvorstand zu gewinnen. Nach einer ersten Gesprächsrunde zwischen Aufsichtsrat und dem Rangnick-Management schien eine Einigung in Reichweite. Nun ist die Enttäuschung umso größer.

Statement vom Aufsichtsrat

Doch die Gruppe will sich damit offenbar nicht abfinden. Deren Sprecher Dr. Uli Paetzel twitterte: „Noch ist nicht aller Tage Abend. Wir kämpfen weiter. Und bieten allen Verantwortlichen an zu helfen und seine Verpflichtung zu ermöglichen“.

Der Schalker Aufsichtsrats-Vorsitzende Dr. Jens Buchta sagte zu dieser Thematik: „Wir sind von Ralf Rangnicks Absage und insbesondere der Kurzfristigkeit überrascht. Das erste Gespräch mit seinem Management am vergangenen Donnerstag war sehr konstruktiv und inhaltlich wertvoll. Der Aufsichtsrat war entschlossen, in einer für die kommende Woche vereinbarten zweiten Runde eine Einigung mit Ralf Rangnick zu erreichen. Dass es dazu nicht kommen wird, ist bedauerlich. Zugleich hat der Aufsichtsrat angesichts der Ereignisse der letzten zehn Tage ein gewisses Verständnis für Rangnicks Entscheidung.

Der Aufsichtsrat wird nun eine schnellstmögliche Besetzung für den Posten des Sportvorstandes anstreben. Uns ist bewusst, dass die Absage von Ralf Rangnick bei einem großen Teil unserer Fans für Enttäuschung sorgen wird. Schalke 04 braucht nach den von außen hineingetragenen Turbulenzen der letzten Tage jetzt mehr denn je Einigkeit und Ruhe, um die nächsten, so wichtigen Wochen voller bedeutsamer Entscheidungen konzentriert anzugehen.“

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