Sascha Riether ist Schalkes Mister Zuverlässig

Neue Rolle nach Coke-Verletzung

Schalke Neuzugang Coke, der als Rechtsverteidiger für die Startelf verpflichtet worden war, fällt monatelang aus. Weil Manager Christian Heidel auf dieser Position keinen Coke-Ersatz verpflichten will, bleibt der Job bei den üblichen Verdächtigen hängen: Atsuto Uchida (der allerdings auch noch verletzt ist), Junior Caicara und Sascha Riether. Riether hatte zuletzt sogar eine besondere Rolle inne.

GELSENKIRCHEN

11.08.2016 / Lesedauer: 2 min
Sascha Riether ist Schalkes Mister Zuverlässig

Bilder der Partie Schalke gegen Berlin.

Ausgerechnet der 33-Jährige war in der vergangenen Woche die Aufgabe zugefallen, sich bei Cokes erstem Training um seinen neuen Konkurrenten kümmern: Weil der Schalker Routinier gut Spanisch spricht (Riether hatte auf dem Gymnasium den Spanisch-Leistungskurs besucht), spielte er die Rolle des Dolmetschers.

Dass es sich bei dem "Patienten" um seinen Konkurrenten auf der rechten Außenbahn handelt, kümmert ihn nicht. Natürlich habe er sich, als er von der Verpflichtung des Spaniers gehört hat, Gedanken um seine Rolle im Verein gemacht. „Aber ich bin ja keine 18 mehr“, sagt Riether mit der Abgeklärtheit des 33-jährigen Profis, „für mich geht die Welt nicht unter, wenn ich auf der Bank sitze.“ Außerdem sei er vielseitig einsetzbar: „Ich habe bis auf Torwart und Stürmer bisher jede Position gespielt“, schmunzelt er.

Vertrag verlängert

Jede Fußballmannschaft braucht nicht nur Spieler, die auf dem Platz wirbeln, sondern auch solche, die für den richtigen Mannschaftsgeist sorgen – diese Rolle könnte Riether auf Schalke einnehmen. Seit dem vergangenen Jahr ist der Rechtsverteidiger auf Schalke, vor kurzem wurde sein ursprünglicher Einjahresvertrag um eine weitere Saison verlängert.

Sascha Riether ist so etwas wie der „Mister Zuverlässig“: Schon in der vergangenen Saison war ihm der Part des „Backup-Spielers“ für den jungen Junior Caicara zugefallen. Diese Rolle erledigte er souverän, wenn immer er gebraucht wurde, war er da, meist ohne dabei zu glänzen, aber immer solide und mannschaftsdienlich.

"Einfach reinschmeißen"

So soll es bleiben: „Man sieht ja am Beispiel Coke, wie schnell sich ein Spieler verletzen kann“, sagt Riether – in so einem Fall müssen man eben parat stehen. „Das ist wahrscheinlich mein letztes Jahr als Profi-Fußballer“, blickt er voraus. „Da werde ich noch einmal mein Bestes geben. Wenn mich der Trainer braucht, dann kann er mich einfach reinschmeißen.“

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