Sascha Riether will auf Schalke bleiben

Spiel gegen Ex-Klub

Seit 15 Jahren ist Sascha Riether mittlerweile Fußball-Profi. Eine sehr lange Zeit im Hochleistungssport, doch wer ihn im Training beobachtet, der hat nicht den Eindruck, als habe der Fußball für Riether seine Faszination verloren. Der 34-Jährige sprühte immer noch bei jedem Zweikampf vor Ehrgeiz, von Fußball-Müdigkeit keine Spur. Vor allem nicht vor dem entscheidenden Duell mit seinem Ex-Klub.

Gelsenkirchen

04.05.2017 / Lesedauer: 3 min
Sascha Riether will auf Schalke bleiben

Bilder der Partie Schalke gegen Berlin.

Am Samstag kehrt der Defensivspezialist zurück in seine badische Heimat. Beim SC Freiburg begann 2002 seine Fußball-Karriere. Doch es wird ungeachtet aller Sympathien für den Sportklub ein brisantes Wiedersehen für Riether, denn für beide Mannschaften steht eine Menge auf dem Spiel. Freiburg will eine sensationelle Saison mit der Qualifikation für die Europa League krönen, während Schalke das gleiche Ziel hat, aber mit drei Punkten Rückstand auf die Breisgauer auch auf Schützenhilfe der Konkurrenten angewiesen ist.

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Im bisherigen Saisonverlauf waren die Königsblauen in ihren Leistungen enorm schwankend. Ein Fakt, den auch Riether nicht erklären kann. „Ich bin überrascht, wie gut Freiburg in der Tabelle dasteht. Aber es gibt in jeder Saison einen positiven Ausreißer. Diesmal ist es der Sportklub“, lobte der erfahrene Defensivspieler seinen früheren Arbeitgeber.

Besondere Bindung zu Streich

Mit SC-Trainer Christian Streich verbindet ihn eine besondere Beziehung. „Ich habe nicht nur sehr viel von ihm gelernt, sondern der Kontakt ist nie abgerissen. Auch als ich in Wolfsburg oder Fulham gespielt habe, gab es immer wieder Gespräche zwischen uns. Wir haben uns getroffen und gemeinsam über Fußball philosophiert“, erzählte der Abwehrspieler.

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Riether hat seinen ursprünglichen Plan, seine Karriere am Saisonende zu beenden, mittlerweile revidiert. Einer Vertragsverlängerung auf Schalke für ein weiteres Jahr steht er aufgeschlossen gegenüber. „Ich fühle mich fit. Die Entscheidung liegt aber nicht bei mir“, so der 34-Jährige, der auch noch eine Liebeserklärung an Schalke hinterherschickte: „Ich habe hier noch keine Sekunde bereut zu spielen. Das gesamte Umfeld ist positiv verrückt.“

Lob von Weinzierl

Sollte er noch ein Jahr dranhängen, darf der Routinier zwar nicht mit mehr Einsatzzeiten rechnen, doch seine Bedeutung für das Mannschaftsgefüge bliebe unbestritten. Riether ist ein wichtiger Ansprechpartner für Schalkes junge Spieler und zeichnet sich durch das Fehlen jeglicher Star-Allüren aus. Oder, wie Trainer Markus Weinzierl formuliert: „Wir können froh sein, einen Sascha Riether zu haben. Ich habe eine hohe Meinung von ihm. Er ist ein guter Junge und sehr positiv im Trainingsalltag. Wenn er gebraucht wurde, hat er immer seine Leistung gebracht.“

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So wie zum Beispiel gegen Ajax Amsterdam, als er beim 3:2-Erfolg nach Verlängerung in der Europa League erstmals seit Dezember wieder zum Einsatz gekommen war. Monatelang hatte der Abwehrmann sich die Spiele nur von der Bank oder der Tribüne angesehen, aber als er gegen Ajax gebraucht wurde war er sofort voll da.“ Und das will Riether am liebsten auch in der neuen Saison – für Schalke spielen, wenn er gebraucht wird.

PERSONAL-UPDATE
Holger Badstuber fehlte am Mittwoch beim Training wegen einer Erkältung. Naldo und Matija Nastasic absolvierten Teile des Mannschaftstrainings. Benedikt Höwedes ging kein Risiko ein, als er einen Schlag auf den Knöchel bekam und vorzeitig in die Kabine marschierte. Sein Einsatz in Freiburg soll aber nicht gefährdet sein. Max Meyer und Sead Kolasinac arbeiteten im Kraftraum.