Schalke 04: Ende der Hängepartie bei Harit

Schalke 04

Die königsblaue Wechselposse hat ein Ende: Amine Harit verlässt den FC Schalke 04 in Richtung Europa-League-Teilnehmer Olympique Marseille, aber anders als geplant.

Gelsenkirchen

, 02.09.2021, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Armine Harit verlässt den FC Schalke 04 auf Leihbasis.

Armine Harit verlässt den FC Schalke 04 auf Leihbasis. © picture alliance/dpa

Der FC Schalke 04 verleiht seinen Mittelfeldspieler Amine Harit für die laufende Spielzeit 2021/2022 an Europa-League-Teilnehmer Olympique Marseille. Dies gab der Verein am Donnerstagnachmittag bekannt. Vorangegangen war eine tagelange Wechselposse, die beide Vereine, aber auch Harit selbst in keinem guten Licht dastehen ließ.

Am vergangenen Wochenende hatte Harit sich bereits per Video vom FC Schalke 04 verabschiedet und seinen Wechsel zu Olympique Marseille verkündet. Die offizielle Bestätigung für den Transfer blieb aber bis zum Mittwochabend aus. Die Schalker mussten noch bangen, weil die Genehmigung einer französischen Behörde ausstand, die das Finanzgebaren von Marseille seit Juli kontrolliert.

Ursprünglich war Marseille zur Auflage gemacht worden, bis zur Schließung des Transferfensters in Frankreich mindestens einen Spieler zu verkaufen, um Harit finanzieren zu können. Nun akzeptierten laut französischen Medienberichten offenbar Spieler des Vereins Gehaltskürzungen, aber auch Harit macht wohl finanzielle Abstriche. Über die weiteren Modalitäten des Wechsels vereinbarten alle beteiligten Parteien allerdings Stillschweigen, heißt es unterdessen in der Mitteilung des Zweitligisten aus Gelsenkirchen. Der Vertrag des 24-Jährigen bei den Königsblauen läuft noch bis zum Ende der Spielzeit 2023/24. Der FC Schalke 04 verleiht Harit nun ohne Kaufoption an Marseille.

Die Entscheidung, Harit nach Marseille auszuleihen, habe „mehrere Dimensionen“, erklärte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder am Donnerstag. Einerseits spare der Verein durch die Ausleihe in der laufenden Spielzeit eine Menge Geld. „Gleichzeitig haben wir die Entwicklung seines Marktwertes im Blick: Wir erhalten uns die Möglichkeit, Amine Harit – im Idealfall nach einer Saison als Stammspieler bei einem Europapokalteilnehmer – im nächsten Sommer auf einem Transfermarkt anzubieten, der hoffentlich weniger stark durch Corona beeinflusst ist“, so Schröder.

Der Mittelfeldspieler war im Juli 2017 vom FC Nantes nach Gelsenkirchen gewechselt, passt aber nicht mehr ins Gehaltsgefüge des Bundesliga-Absteigers. Auch konnte er in der abgelaufenen Spielzeit seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen. Dabei schien sein Beginn auf Schalke vielversprechend. Gleich in seiner ersten Spielzeit gewann Harit mit den Königsblauen die deutsche Vizemeisterschaft und wurde zum „Rookie of the Year“ gewählt. Harit lief für Schalke in 102 Bundesligaspielen auf, wobei er an 30 Treffern beteiligt war. Hinzu kommen fünf Partien in der Champions League sowie zwölf im DFB-Pokal.

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