Schalke ab Saison 2018/2019 nicht mehr in Adidas

Bald in "Under Armour"?

Der FC Schalke 04 wird ab der Saison 2018/2019 ohne die drei Streifen auf dem Arm auflaufen. Wie der Verein am Dienstag überraschend mitteilte, werde der auslaufende Vertrag mit Adidas nicht verlängert. Es endet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Auf der Mitgliederversammlung am Sonntag will Marketing-Vorstand Alexander Jobst näher informieren.

GELSENKIRCHEN

, 20.06.2017, 13:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke ab Saison 2018/2019 nicht mehr in Adidas

Ab der übernächsten Saison wird der FC Schalke 04 ohne die "drei Streifen" auf dem Arm auflaufen.

"Der FC Schalke 04 hat sich nach längeren Gesprächen über eine mögliche Fortsetzung der langjährigen Partnerschaft mit Adidas dazu entschieden, das Angebot zur Verlängerung der Zusammenarbeit nicht anzunehmen", heißt es in der Mitteilung des Vereins.

"Vertrauensvolle Gespräche"

Auch Adidas-Sprecher Oliver Brüggen teilt mit: "Unsere offenen und vertrauensvollen Gespräche mit dem FC Schalke 04 zu einer Fortsetzung der Partnerschaft nach 2018 haben zu dem Ergebnis geführt, dass unsere langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit nach dem Auslaufen des derzeitigen Vertrages über die Saison 2017/18 hinaus nicht fortgeführt wird."

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Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ist seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 Ausrüster des FC Schalke 04. Im Zuge einer neuen Strategie wolle sich Adidas in Zukunft noch stärker auf Kooperationen mit jungen, aufstrebenden Spielern konzentrieren, erläuterte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

"Jahrzehntelange Zusammenarbeit"

"In unserer Entscheidungsfindung der letzten Monate lag das Augenmerk auf drei wesentlichen strategischen Punkten: Wertschätzung, Wirtschaftlichkeit und Identität", erklärt Jobst. "Wir haben uns deshalb entschieden, das Angebot zur Verlängerung mit adidas nicht anzunehmen und bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich für die jahrzehntelange Zusammenarbeit, die wir selbstverständlich im Sinne der Partnerschaft bis zum Ende der Vertragslaufzeit am 30.06.2018 erfolgreich weiterführen werden.“

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Schon im November 2015 war darüber spekuliert worden, ob Schalke weiterhin in Adidas-Trikots auflaufen werde oder künftig vielleicht auf die us-amerikanische Marke "Under armour" setzen würde. "Das ist ein interessantes Unternehmen...", sagte Jobst damals vielsagend. Auch heute gilt der Sportartikelhersteller aus Baltimore als Favorit. Nach Informationen dieser Redaktion wird Jobst auf der Mitgliedersammlung am nächsten Sonntag bereits den Nachfolger von Adidas präsentieren. Dabei soll es sich um den amerikanischen Hersteller Under Armour handeln, der seit Jahren mit aller Macht auf den europäischen Markt drängt.

Lukratives Angebot von "Under Armour"

Um mehr als ein Viertel stiegen die Einnahmen der in Baltimore beheimateten Firma im vergangenen Geschäftsjahr, auf knapp vier Milliarden Dollar. Verhandlungen soll Schalke auch mit dem amerikanischen Sportartikelhersteller New Balance geführt haben, doch wegen vertriebstechnischer Probleme kam es zu keiner Einigung.

Das Angebot von Under Armour soll wesentlich lukrativer sein als die Offerte von Adidas. Und weil Schalke jeden Euro nach dem Verpassen eines internationalen Wettbewerbs gebrauchen kann, ist es keine Überraschung, dass der Bundesligist die seit 1963 bestehende Partnerschaft nicht weiter fortführen wollte.