Schalke blickt mit Nervosität auf das Spiel gegen Wolfsburg

Schalke 04

Vor dem Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg ist die Anspannung auf Schalke groß. Manager Christian Heidel und Trainer Domenico Tedesco versuchen Optimismus zu verbreiten.

Gelsenkirchen

, 19.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke blickt mit Nervosität auf das Spiel gegen Wolfsburg

Steht vor dem Start in die Rückrunde mächtig unter Druck: Schalke-Coach Domenico Tedesco. © imago

Doch das fällt beiden Protagonisten schwer, und zwar aus mehreren Gründen. Denn die Verletztenliste wird immer länger. Nach Breel Embolo, Guido Burgstaller und Amine Harit fällt mit Nabil Bentaleb noch ein vierter Stammspieler für das Heimspiel gegen die „Wölfe“ definitiv aus.

Anfang der Woche hatte der Algerier noch mit Feuereifer mittrainiert, doch dann gab es einen Rückschlag. Erneut machen dem Mittelfeldspieler Probleme im Leistenbereich zu schaffen.

So plant Tedesco, wenn Sané ausfallen sollte

Damit nicht genug: Auch hinter dem Mitwirken von Salif Sané, Yevhen Konoplyanka und Suat Serdar stehen Fragezeichen. Erst nach dem Abschlusstraining am Samstag wird die Entscheidung fallen, ob das Trio zum Kader gehören wird.

Vor allem ein Ausfall von Sané würde Trainer Domenico Tedesco erhebliche Kopfzerbrechen bereiten, denn in diesem Fall wäre er wohl gezwungen, von einer Vierer- auf eine Dreierkette umzustellen.

Der Trainer fordert volles Engagement

Das ist nicht das einzige Problem für den 33-Jährigen, der genau weiß, dass seine Mannschaft sich keinen Fehlstart wie in der Hinrunde – fünf Niederlagen in Folge – leisten darf. Mut macht Tedesco, dass seine Spieler „mehr Hunger und Lust“ verspüren würden, so seine Eindrücke aus den Trainingseinheiten.

Aber reicht das, um eine Kehrtwende einzuleiten? Die Vorbereitung hat bei vielen langjährigen Beobachter des FC Schalke 04 eher die Zweifel wachsen lassen, ob die Mannschaft wirklich so viel besser ist, als es der aktuelle Platz 13 in der Tabelle dokumentiert.

Heidel verbreitet Optimismus in Sachen Transfers

„Die Fans müssen ab der ersten Minute merken, dass sich jeder einzelne Spieler voll reinhaut“, fordert Tedesco von seinen Akteuren volles Engagement. Seine Mannschaft sei in den letzten Wochen noch enger zusamengerückt, damit es gelingt, eine gute Rückrunde zu spielen.

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Zumindest öffentlich hat es Tedesco bisher klaglos hingenommen, dass sein Kader in der Winterpause noch nicht verstärkt wurde. Der personelle Engpass – vor allem in der Abwehr – ist offensichtlich.

Christian Heidel gibt sich nach außen hin gelassen. „Bisher sind in der Bundesliga bislang kaum Transfers über die Bühne gegangen. Das Spiel läuft bis Ende Januar. Wir sind in sehr intensiven Gesprächen. Ich bin sicher, dass bis zum 31. Januar noch etwas passieren wird“, so der Sportvorstand, der für die Defensive als auch für die Offensive neue Spieler sucht.

Heidel: „Ein guter Start ist eminent wichtig“

Schöpft Heidel jedoch den maximalen Zeitraum für Wechsel aus, wären schon zwei Bundesligaspiele über die Bühne gegangen. Dann könnte es schon in Sachen Aufholjagd zu spät sein, denn neue Spieler brauchen auch eine gewisse Integrationszeit, bis sie in einem neuen Verein angekommen sind.

Doch gegen Wolfsburg heißt es zunächst, mit dem vorhandenen Spielermaterial auszukommen. Den Gegner charakterisierte Tedesco als „flexible Truppe mit guten Zockern“. Wer die bessere Mannschaft auf den Platz bringt, wird sich am Sonntag zeigen. „Ein guter Start ist eminent wichtig“, weiß Heidel und steht mit dieser Einschätzung nicht allein.

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