Schalke buhlt erneut um Markus Weinzierl

Interesse rostet nicht

Die Reaktionen ähneln sich. Als im Herbst 2015 erstmals öffentlich wurde, dass Christian Heidel Manager des FC Schalke 04 werden sollte, wurde in Mainz monatelang gemauert, was das Zeug hält, ehe im Februar der Wechsel dann endlich bestätigt wurde. Nun wiederholt sich diese Taktik beim FC Augsburg.

GELSENKIRCHEN

14.04.2016 / Lesedauer: 3 min
Schalke buhlt erneut um Markus Weinzierl

Markus Weinzierl hat dem FC Schalke 04 abgesagt.

Denn Augsburgs Trainer Markus Weinzierl hat ebenfalls das Interesse der Königsblauen geweckt. Weinzierl mag in diesen Tagen nicht mit den Medien sprechen, während Manager Stefan Reuter das Thema so klein wie möglich redet. „Markus hat einen langfristigen Vertrag bis 2019. Wir haben das Heft des Handelns in der Hand“, hielt Reuter bei „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Rundfunk fest.

Auf Weinzierls Wunsch "an den Tisch setzen"

Immerhin räumte der Weltmeister von 1990 ein: „Wenn der Trainer irgendwann auf uns zukommen sollte, wird man sich an einen Tisch setzen.“ Das könnte spätestens dann geschehen, wenn der FC Augsburg den Klassenerhalt perfekt gemacht hat.

Noch ist es angesichts der sportlichen Situation der Oberschwaben verständlich, dass Weinzierl und Reuter sich ganz auf die restlichen fünf Bundesligaspiele konzentrieren wollen. Doch wenn Weinzierl seine Mission erfüllt und den FC Augsburg in der Bundesliga hält, dürfte ihn die Herausforderung Schalke reizen.

Tönnies schätzt Trainertyp

Schon im vergangenen Jahr kam der 41-Jährige ins Grübeln, als Schalke ihn haben wollte. Neben Marc Wilmots galt Weinzierl als 1A-Lösung für Schalke. Der gebürtige Straubinger entspricht dem Trainertyp, den auch der Aufsichtsrats-Vorsitzende Clemens Tönnies besonders schätzt, weil er mit geringen Möglichkeiten maximalen Ertrag herausholt. Und zwar nachhaltig, mittlerweile schon seit vier Jahren in Augsburg.

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Dennoch sagte Weinzierl, der auch schon in Leipzig und Mönchengladbach als Trainer im Gespräch war, beim ersten Schalker Werben im Sommer 2015 ab, weil er die Anfrage von Manager Heldt als zu spät empfand. Nun dürfte der ehrgeizige Weinzierl zu dem Schluss gekommen sein, dass er den nächsten Schritt in seiner Trainerkarriere wagen kann. Seine Vertragslaufzeit ist dabei kein Hindernis, denn mit Reuter ist angeblich vereinbart, dass Weinzierl bei einem interessanten Angebot keine Steine in den Weg gelegt werden.

Schalke-Bosse vermissen Handschrift

Zwar hat Schalke immer noch Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren, doch André Breitenreiter wackelt, weil die Bosse keine Weiterentwicklung geschweige denn eine Handschrift des Trainers bei den Spielen der Mannschaft ausmachen können. Breitenreiter reklamiert zwar immer wieder Fortschritte bei seinem Team, doch diese Sicht der Dinge hat er ziemlich exklusiv.

„Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich mir ihn bei Schalke gut hätte vorstellen können“, befeuerte Horst Heldt die erneuten Gerüchte über das Werben um Weinzierl in einem Interview mit „Sport1“ Anfang April. Nun könnte es im zweiten Anlauf klappen, weil Heldts Nachfolger Christian Heidel ebenfalls die Arbeit von Weinzierl schätzt. Doch Heidel kann sich nicht äußern, weil er seinen Dienst auf Schalke noch gar nicht offiziell angetreten hat.

Nicolas N’Koulou soll das Interesse des FC Schalke 04 geweckt haben. Die Königsblauen sollen dem Verteidiger von Olympique Marseille einen Vierjahresvertrag angeboten haben. Der Kontrakt des kamerunischen Nationalspielers läuft am Saisonende aus.

 

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