Schalke droht eine Saison ohne Europacup

Nach 1:1 gegen Freiburg

Der Saison-Fehlstart macht dem FC Schalke 04 weiter zu schaffen. Erstmals seit 2009 droht der Revierklub einen Europapokal-Platz zu verpassen. Der Rückstand auf die vorderen Plätze wächst nach dem 1:1 gegen Freiburg. In Hamburg muss Königsblau die letzten Kräfte mobilisieren.

Gelsenkirchen

18.12.2016, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Christian Heidel bleibt trotz der Tabellensituation gelassen.

Christian Heidel bleibt trotz der Tabellensituation gelassen.

Selbst der neuerliche Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze kann die vorweihnachtliche Stimmung beim FC Schalke 04 nicht trüben. "Auch wenn die Tabellensituation wegen des Fehlstarts nicht so rosig ist, ich habe ein gutes Gefühl, weil alle mitziehen", sagte Christian Heidel nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg im letzten Heimspiel des Jahres. Im ZDF-Sportstudio wirkte der Sportvorstand des Revierklubs aufgeräumt und zuversichtlich. "Wir haben uns viel für die Rückrunde vorgenommen."

Die Gelassenheit von Heidel und Trainer Markus Weinzierl kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schalke seinen Ansprüchen weit hinterherhinkt. Vor dem Jahresabschluss beim Hamburger SV am kommenden Mittwoch dümpeln die Königsblauen auf Platz elf mit neun Punkten Rückstand auf die Europa-League-Plätze im Niemandsland der Fußball-Bundesliga herum. "Wir müssen in Hamburg nochmal an unsere Leistungsgrenze gehen", mahnte Kapitän Benedikt Höwedes, der die verzwickte Lage vor allem an der schweren Hypothek der fünf Niederlagen zu Saisonbeginn festmacht. "Die 15 Punkte, die wir da liegen gelassen haben, tun uns richtig weh."

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Schalke-Training am 18. Dezember

Bilder des Schalke-Trainings am 18. Dezember.
18.12.2016
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Bilder des Schalke-Trainings am 18. Dezember.© Foto: Kirchner
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Fußball: 1. Bundesliga, Saison 2016/2017, Training vom FC Schalke 04 am 18.12.2016 in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen). Schalkes Trainer Markus Weinzierl (r) guckt bei einer Laufrunde nachdenklich seinen Spielern hinterher. Foto: Guido Kirchner© Guido Kirchner (Guido Kirchner)
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Gegen laufstarke Freiburger, die wie Schalke (124 km) mit 128 Kilometern einen Liga-Topwert abspulten, tat sich der Revierclub schwer. Nach dem Rückstand durch Florian Niederlechner (64.) verhinderte Yevhen Konoplyanka (74.) mit seinem Premierentor in der Bundesliga zumindest die dritte Niederlage in Serie. Angesichts der schwierigen Umstände war Weinzierl mit der Vorstellung nicht einmal unzufrieden. "Die Mannschaft hat alles gegeben und gefightet."

Acht Spieler fehlen

Gleich acht Spieler musste Weinzierl ersetzen, darunter in Breel Embolo, Klaas-Jan Huntelaar, Franco Di Santo und Eric Maxim Choupo-Moting (Infekt) vier Stürmer sowie die Innenverteidiger Naldo (Rotsperre) und Matija Nastasic. "Ich bin schon lange im Geschäft. Aber dass man vier gute Stürmer hat und alle ausfallen, habe ich noch nie erlebt", erklärte Heidel. So hatte die Startelf nur ein Durchschnittsalter von unter 23 Jahren. "Dafür haben es die Jungs wirklich gut gemacht gegen einen Gegner, der uns alles abverlangt hat", lobte Heidel. Und Weinzierl war sich sicher: "Spielt einer der vier Stürmer, gewinnen wir. So haben wir wieder zwei Punkte zu wenig."

Nach dem kräftezehrenden Zwischenspurt in den intensiven englischen Wochen sehnt Schalke die Winterpause herbei. "Wir müssen jetzt gut regenerieren und versuchen, in Hamburg die Punkte zu holen, die wir gegen Freiburg haben liegen lassen", sagte Weinzierl. Mit der Rückkehr zahlreicher Leistungsträger im neuen Jahr soll dann ein neuer Angriff gestartet werden. Dem Szenario, dass Schalke erstmals seit 2009 eine Europacup-Teilnahme verpassen könnte, kann Heidel nicht viel abgewinnen. Eine Einkaufstour im Winter ist nicht geplant. "Alle Jungs kommen zurück. Es wird definitiv nicht passieren, dass wir groß einkaufen. Aber wir müssen auch Ergebnisse liefern."

Streich lobt sein Team

Für Freiburg war Gelsenkirchen mal wieder ein gutes Pflaster. Zufrieden trat der SC die Heimreise in den Breisgau an. "Was die Jungs abgeliefert haben, war außergewöhnlich", lobte Trainer Christian Streich seine Elf, die den Zwei-Punkte-Vorsprung auf Schalke wahrte. Für Joachim Löw ist der Coach des Aufsteigers sogar der Trainer des Jahres. "Ich finde es großartig, was Christian Streich in Freiburg macht", lobte der Bundestrainer in der "Bild am Sonntag". Man erkenne bei ihm "eine klare Handschrift": "In Freiburg klappt die Integration und Weiterentwicklung von jungen Spielern einfach hervorragend. Davor habe ich großen Respekt."

Von dpa