Ohne Frage: Platz vier nach 14 Spieltagen ist eine höchst erfreuliche Zwischenbilanz. Doch für ganz oben reicht es noch nicht. Das sind die Gründe, meint unser Kommentator.

Gelsenkirchen

, 09.12.2019, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fernseh-Schaffende bedienen sich in der letzten Zeit zunehmend häufiger der Vokabel „Pleite“, wenn ein Spiel für eine Mannschaft verloren ging. Eine Niederlage, wie sie Schalke in Leverkusen hinnehmen musste, ist allerdings keine an ein Drama erinnernde „Pleite“, sondern schlicht und ergreifend eine Niederlage, die es im Sport zu akzeptieren gilt – was den Ärger darüber nicht schmälern sollte.

Drei Mal (gegen die Bayern, in Hoffenheim, nun in Leverkusen) verließ Schalke in dieser Bundesliga-Saison den Platz bislang als Verlierer – genau so oft bzw. selten wie Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach und sogar einmal weniger als Bayern München.

Nach 14 Spieltagen lässt sich also schon einmal positiv festhalten, dass Schalke schwer zu schlagen ist. Und trotzdem war die Stimmungslage unter Spielern und Fans auch nach der Partie in Leverkusen: Irgendetwas fehlt den Königsblauen noch zu einem Spitzen-Team.

Oft wacht das Team erst nach der Halbzeit auf

Denn auch in Leverkusen war für die Mannschaft von Trainer David Wagner mehr drin. Dass sie die erste Halbzeit „verschlafen“ hat, wie es Suat Serdar nannte, kam nicht zum ersten Mal in dieser Saison vor. Wenn Schalke Punkte liegen ließ, lag es oft daran, dass die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial entweder erst in der zweiten oder lediglich in der ersten Spielhälfte ausschöpfte.

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Damit ging es schon am zweiten Spieltag gegen die Bayern los, die auch auf Schalke verwundbar waren, aber außer von diversen Schiedsrichter-Entscheidungen davon profitierten, dass Schalke erst nach dem Seitenwechsel „aufwachte“.

Der nächste Entwicklungsschritt muss folgen

Was Schalke zu einem Spitzen-Team noch fehlt, ist also meistens eine (gute) Halbzeit – der nächste Entwicklungsschritt dieser Mannschaft muss es sein, Stück für Stück mehr als 45 „gute“ Minuten auf den Platz zu bringen. Das Zeug dazu, das wurde selbst bei einem spielstarken Gegner wie in Leverkusen deutlich, hat sie allemal.

Meistert Wagner mit seiner Mannschaft auch diese Herausforderung, kann Schalke ein Spitzen-Team werden.

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