Schalke gegen Chelsea krasser Außenseiter

Champions League

Der Champions-League-Knaller beim FC Chelsea kommt für den FC Schalke 04 womöglich gerade recht. Niemand erwartet derzeit einen Sieg an der Stamford Bridge - zumal Kapitän Benedikt Höwedes auch noch ausfällt. Die Personalsituation ist äußerst angespannt.

LONDON

16.09.2014, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die schlechten Nachrichten reißen beim FC Schalke 04 nicht ab. Einen Tag vor dem Champions-League-Kracher beim FC Chelsea fiel auch Weltmeister und Kapitän Benedikt Höwedes aus. Es passte zur derzeitigen Misere mit vielen Verletzungssorgen und dem sportlichen Saisonfehlstart. Und doch beschwören sie im Lager der Königsblauen die Chance auf eine positive Überraschung. Die angeknockten Schalker wollen das Spiel an der Stamford Bridge dazu nutzen, enger zusammenzurücken und einen Schritt aus der Krise zu tun.

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Schalker Abschlusstraining vor dem Spiel in London

Bilder des Schalker Abschlusstrainings in London.
16.09.2014
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Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
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Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
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Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
Das Schalker Abschlusstraining in London.© Foto: dpa
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„Wenn der Kapitän ausfällt, ist das für eine Mannschaft nicht prickelnd. Dadurch haben wir große Probleme. Aber wir werden noch vier Mann in die Abwehr stellen“, sagte Trainer Jens Keller vor dem Gastspiel beim englischen TopKlub aus London an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sky). Trotz der schlechten Nachricht versuchte Keller am Dienstag optimistisch zu bleiben. „Ich bin ein positiv denkender Mensch. Im Fußball ist alles möglich“, meinte der Coach und erinnerte an das 1:1 gegen den FC Bayern am 2. Spieltag. Bei der ohnehin schon schwierigen Mission in London hätte Kellers Team seinen Anführer Höwedes gut gebrauchen können. Doch nach einer Untersuchung bei DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Dienstag in München war klar, dass der Kapitän wegen eines Anrisses der Hüftbeugersehne nicht der Mannschaft nach England nachfliegt und stattdessen einige Wochen pausieren muss. Für Schalke ist es schon der insgesamt achte verletzungsbedingte Ausfall. „So viel Pech wie wir kann man gar nicht haben. Das ist schon brutal“, meinte Julian Draxler am Dienstag. 

Trotz allem sieht Sky-Experte Franz Beckenbauer in der Partie beim Tabellenführer der Premier League eine Möglichkeit zur Trendwende. „Das sind so Momente, in denen man sich wieder rausziehen kann“, sagte der „Kaiser“. Auch Höwedes war ungeachtet seines eigenen Ausfalls guter Dinge: „In der Champions League haben wir es eigentlich immer geschafft, gute Leistungen anzuliefern, auch wenn es in der Liga nicht so gut lief. Wir sind in Chelsea nicht gefordert, das Spiel zum machen. Das könnte ein Vorteil sein.“ Höwedes hatte sich seine Blessur am Samstag beim blamablen 1:4 im Ligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach zugezogen. 

Damit nimmt die Personalsituation vor dem ersten Gruppenspiel der Königsklasse bedrohliche Ausmaße an, vor allem in der Abwehr. Keller stehen neben Höwedes auch die Defensivkräfte Joel Matip, Felipe Santana, Atsuto Uchida und Sead Kolasinac nicht zur Verfügung. Jan Kirchhoff ist nach auskurierter Sehnenverletzung nur eine vage Option. In Kaan Ayhan (19 Jahre) und U19-Europameister Marvin Friedrich (18) müssen nun wohl zwei Youngster versuchen, das Starensemble von José Mourinho zu stoppen. 

„Es hilft kein Jammern und kein Klagen. Das ist der falsche Weg, wir müssen jetzt da durch“, sagte Manager Horst Heldt. Es gelte nun, die zur Verfügung stehenden Spieler gut einzustellen. „Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass wir wieder in die Spur kommen.“ 

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Chelsea-Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Schalke

Bilder der Chelsea-Trainings am 16. September.
16.09.2014
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Bilder der Chelsea-Trainings am 16. September.© Foto: dpa
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Immerhin werden Klaas-Jan Huntelaar und Draxler wohl wieder in die Startelf rücken. Auch Max Meyer ist nach überstandenem Infekt wieder fit. „Jedes Spiel ist neu“, beschwor Huntelaar das Fünkchen Hoffnung auf Besserung. Torhüter Ralf Fährmann - schon immer ein Fan der „Blues“ - sieht die Chance, die letzten Eindrücke „zu korrigieren“. 

Nach dem blamablen Pokal-Aus in Dresden und nur einem Punkt aus den ersten drei Bundesliga-Spielen sehnt sich der Revierklub nach dem ersten Pflichtspiel-Erfolg der neuen Saison. Dass dieser beim FC Chelsea gelingt, der mit vier Siegen grandios in die Saison auf der Insel startete, ist recht unwahrscheinlich.

Das Mourinho-Team ist gespickt mit Topstars und mit den neu verpflichteten Spaniern Diego Costa und Cesc Fabregas sowie „Altmeister“ Didier Drogba eher noch stärker als in der Vorsaison - und da verlor Schalke bereits beide Gruppenpartien gegen die „Blues“ mit 0:3. Von den bisher vier Vergleichen mit Chelsea unterlag Schalke dreimal, spielte einmal 0:0.