Schalke geschockt: Jefferson Farfán will sofort weg

Magath wartet ab

Er war auch am Dienstag nicht auf dem Trainingsplatz zu sehen, doch um die Mittagszeit drehten sich fast alle Gespräche auf Schalke nur noch um seine Person: Jefferson Farfán will den FC Schalke 04 sofort verlassen.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 04.01.2011, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jefferson Farfán steht beim FC Schalke 04 anscheinend vor dem Absprung.

Jefferson Farfán steht beim FC Schalke 04 anscheinend vor dem Absprung.

O-Ton Farfán: „Ich verlasse Schalke, weil ich ein Angebot eines anderen Vereins habe. Jeder will sich verbessern.“ Welcher Klub das sein soll, wollte Farfán nicht verraten. Die Offerte soll von einem europäischen Top-Verein stammen. Zuletzt wurde der Stürmer mit Atletico Madrid, dem FC Sevilla und dem FC Valencia in Verbindung gebracht. Auch der VfL Wolfsburg gilt als Option, der Liga-Konkurrent hatte schon im Sommer 2010 die Fühler nach Farfán ausgestreckt. Schalke-Trainer Felix Magath hielt sich zum Thema Farfán sehr bedeckt: „Wir warten erst einmal ab, bis Jeff hier ist. Dann sehen wir weiter.“ Doch ob Magath den Peruaner ziehen lässt, erscheint sehr fraglich. Denn Farfán spielte eine glänzende Hinrunde und gehörte zu den wenigen Schalkern, die konstant gute Leistungen zeigten.

Christoph Metzelder mag nicht glauben, dass Farfán Schalke bereits in der Winterpause verlässt: „Das ist doch wie bei Manuel Neuer. Herausragende Spieler werden immer gute Angebote erhalten. So ist nun einmal das Geschäft. Aber ich habe in meiner Karriere schon oft erlebt, dass angekündigte Transfers dann nicht zustande gekommen sind“, sagte Metzelder. Der 30-Jährige sieht der zweiten Saisonhälfte optimistisch entgegen: „Seit November haben wir uns als Mannschaft gefunden und eine Siegermentalität entwickelt. Deshalb denke ich, dass wir in allen drei Wettbewerben noch einiges erreichen können.“ Am Mittwoch geht es für die Königsblauen ins Trainingslager nach Belek, wo bis zum 14. Januar die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt werden sollen. Ob Farfán dabei sein wird, war bis Dienstagabend offen. 

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