Schalke hofft in Wolfsburg auf die Trendwende

"Luft ist nicht raus"

Tabellarisch trennen beide Mannschaften nur drei Plätze, doch punktemäßig sind es Welten. Wenn der Tabellenzweite VfL Wolfsburg am Sonntag (17.30 Uhr) den FC Schalke 04 empfängt, haben die Niedersachsen 19 Punkte Vorsprung auf die Königsblauen. Dass es am Sonntagabend weniger sein werden, damit ist nicht unbedingt zu rechnen.

GELSENKIRCHEN

18.04.2015, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Will endlich mal wieder treffen: Ganz Schalke hofft darauf, dass Klaas-Jan Huntelaar (r.) seine Torflaute am Sonntag in Wolfsburg beendet.

Will endlich mal wieder treffen: Ganz Schalke hofft darauf, dass Klaas-Jan Huntelaar (r.) seine Torflaute am Sonntag in Wolfsburg beendet.

Denn die „Wölfe“ verloren zwar am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel der Europa League mit 1:4 gegen den SSC Neapel, aber diese unerwartet deutliche Schlappe dürfte eher noch mehr Ansporn sein, es gegen Schalke besser zu machen.

"Besonders motiviert"

Dies befürchtet auch Horst Heldt. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man im nächsten Spiel nach solch einem Erlebnis besonders motiviert ist“, sagte der Schalker Manager, der nichtsdestotrotz eine ordentliche Leistung von den Königsblauen erwartet.

Nachdem die angestrebte Champions-League-Teilnahme so gut wie verspielt ist, hat sich das Fan-Interesse jedoch merklich abgekühlt. Die Gespräche der Trainingsbesucher drehen sich zurzeit viel mehr um die Personalplanungen für die neue Saison als um das aktuelle Abschneiden.

Platz fünf verteidigen

Heldt will es keinesfalls zulassen, dass sich auch noch Höwedes und Co. mehr mit der Zukunft als mit der Gegenwart beschäftigen. „Bei uns ist die Luft nicht raus. Es wäre völlig deplatziert, so zu denken. Wir wollen unbedingt Platz fünf verteidigen,“ betont der 45-Jährige.  

Ob nach vier sieglosen Spielen in Serie ausgerechnet beim heimstarken VfL Wolfsburg (seit 19 Spielen auf eigenem Platz ohne Niederlage) eine Trendwende gelingt, wird man mit einem dicken Fragezeichen versehen müssen. Zu enttäuschend spielten die Blau-Weißen in den vergangenen Wochen.

Veränderungen notwendig

Außerdem ist Trainer Di Matteo erneut gezwungen, sein Team zu verändern. Choupo-Moting hat sich eine Dünndarm-Entzündung zugezogen und muss nach einem Krankenhaus-Aufenthalt noch einige Tage pausieren.

Goretzka und Draxler sind zwar dabei, doch der Weltmeister wird noch nicht in der Startelf stehen. „Julian hat gegen Freiburg erst zwölf Minuten gespielt. Es wäre zu früh, ihn von Anfang an zu bringen“, sagte Di Matteo.

Seit drei Spielen ohne eigenen Treffer

Der 44-Jährige ließ in dieser Woche verstärkt Torschusstraining üben, denn seit drei Spielen ist seine Mannschaft ohne Bundesligatreffer. Obwohl Torjäger Huntelaar weit von seiner Bestform entfernt ist, wird der 31-Jährige auch in Wolfsburg auflaufen. Di Matteo: „Klaas wird von Anfang an spielen.“

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN
Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha, Naldo, Knoche, Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo - Caligiuri, De Bruyne, Schürrle - Dost
Schalke: Fährmann - Höwedes, Matip, Nastasic, Kolasinac - Neustädter, Aogo - Farfan, Meyer, Sane - Huntelaar

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