Schalke in Berlin vor "Sechs-Punkte-Spiel"

Meyer hat gute Erinnerungen

Schon unmittelbar nach dem 3:1-Erfolg in Köln richtete Ralf Fährmann den Blick auf die nächste Aufgabe des FC Schalke 04. "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel", sagte der Torhüter und meinte damit die heutige Begegnung (20.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin.

Gelsenkirchen

11.03.2016, 06:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Partie Schalke gegen Berlin.

Bilder der Partie Schalke gegen Berlin.

Denn die Königsblauen haben die Chance, mit einem Sieg auf den dritten Tabellenplatz vorzurücken, andererseits müsste Schalke im Fall einer Niederlage wieder um einen Platz im internationalen Geschäft zittern, weil die Konkurrenz dann noch enger zusammenrücken würde.

"Nicht nachlassen"

Das weiß natürlich auch Trainer André Breitenreiter, der fast beschwörend von seiner Mannschaft wieder Mut, Herz und Leidenschaft verlangt. Dabei geht es dem 42-Jährigen nicht nur um ein gutes Ergebnis, fast noch wichtiger ist Breitenreiter, die Art und Weise, wie sein Team in Berlin auftreten soll, nämlich zielstrebig in der Offensive und mit mehr Stabilität als zuletzt in Köln in der Defensive. „Denn jeder sieht, wie eng es da oben in der Tabelle ist. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen,“ betont Breitenreiter.

Verzichten muss der Schalker Trainer weiterhin auf Eric Maxim Choupo-Moting und Leon Goretzka, die zwar Fortschritte machen, für die ein Einsatz aber noch zu früh käme. Deshalb ist es durchaus möglich, dass Breitenreiter wieder der Elf vertraut, die in Köln gewann.

Meyer überzeugt

Dort überzeugte vor allem Max Meyer, der mit 13 Kilometern nicht nur der laufstärkste Schalker Spieler war, sondern sich auch wieder in die Torschützenliste eintrug. „Max ist torgefährlicher geworden. In diesem Bereich hat er deutliche Fortschritte gemacht“, lobt Breitenreiter den 20-Jährigen, der in Berlin den dritten Sieg in Serie mit den Königsblauen landen will. „Hertha ist zwar noch vor uns, aber die Chancen, dort etwas zu holen, stehen gut,“ glaubt Meyer.

An das Hinspiel gegen die Berliner hat der quirlige Mittelfeldspieler äußerst angenehme Erinnerungen. Sein Tor zum 2:1 in der Nachspielzeit bescherte Schalke wichtige drei Punkte – und den Fans in der Arena einen wahren Freudenausbruch. Den nicht alle zu schätzen wussten: „Jetzt feiern die sich, als ob sie gerade Weltmeister geworden sind“, schüttelte damals ausgerechnet der Ex-Schalker Alexander Baumjohann etwas missgünstig den Kopf.

Viel konstanter

Aber dass ausgerechnet Max Meyer diesen Treffer im Hinspiel markierte, war schon einmal ein Vorzeichen auf dessen Leistungsentwicklung in dieser Spielzeit: Wechselten sich bei ihm zu Saisonbeginn Hochs und Tiefs ab, so ist er jetzt viel konstanter in seinen Leistungen geworden und hat sich zurecht einen Stammplatz erkämpft.

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Joel Matip macht sich derweil Gedanken, wie die Schalker Hintermannschaft Vedad Ibisevic in den Griff bekommen kann, der im Hinspiel bereits nach 18 Minuten die Rote Karte sah. Diesen „Gefallen“ wird er den Schalkern bestimmt nicht noch einmal tun. „Zu 100 Prozent kann man ihn nicht ausschalten. Wir dürfen ihm keine Räume lassen“, fordert der Innenverteidiger. In Köln ließ Schalke viel zu viele Chancen des Gegners zu, deshalb wurden in dieser Woche beim Training besonderen Wert auf die Defensivarbeit gelegt.

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