Schalke in Herzlake: Spielplan sorgte schon vorher fürs Schwitzen

Schalke 04

Vor der ersten Übungseinheit am Abend war natürlich der Hammer-Auftakt mit dem Start-Spiel bei den Bayern das große Thema. Auffällig: Auswärts-Starts haben für Schalke fast schon Tradition.

Gelsenkirchen/Herzlake

, 07.08.2020, 16:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wiedersehen gleich am ersten Spieltag: Der Neu-Bayer Alexander Nübel und Schalkes Trainer David Wagner.

Wiedersehen gleich am ersten Spieltag: Der Neu-Bayer Alexander Nübel und Schalkes Trainer David Wagner. © dpa

Am Freitagabend steht für die Schalker Fußballer die erste Übungseinheit im Kurz-Trainingslager in Herzlake (bis Montag) auf dem Programm. Schweißperlen auf der Stirn hatten die Königsblauen allerdings schon am Vormittag...

Schneider: „Herausforderung“

Verantwortlich dafür waren die Saisonplaner der Deutschen Fußball-Liga – die brachten Schalke mit ihrem am Freitagmittag veröffentlichten Bundesliga-Spielplan für die Saison 2020/21 aber auch so richtig ins Schwitzen.

Was Sportvorstand Jochen Schneider unter Aufbringung aller diplomatischen Fähigkeiten als „Herausforderung“ bezeichnet, ist tatsächlich ein Hammer-Startprogramm. Der FC Schalke muss direkt zum Saisonauftakt zum Meister Bayern München, wo die Ernte (nicht nur für Schalke) in den letzten Jahren recht armselig ausfiel. Nach dem ersten Heimspiel gegen Werder Bremen wartet mit RB Leipzig die nächste Auswärtsaufgabe bei einem Champions-League-Teilnehmer. Schon am fünften Spieltag kommt es dann zum Revier-Derby – in Dortmund.

Wieder ein Auswärts-Start

Bei den Bayern, in Leipzig, beim BVB – vor allem auswärts kommt es für die Mannschaft von S04-Trainer David Wagner zum Saisonstart also knüppeldick. Zwar steht ja noch gar nicht fest, ob und in welcher Anzahl Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden, was in der Diskussion über eventuelle Vorteile von Heimspielen natürlich berücksichtigt werden muss. Auffällig bleibt trotzdem, dass ein Schalker Auswärtsspiel zum Saisonstart fast schon die Regel ist. In den letzten zehn Jahren hatten die Königsblauen am ersten Bundesliga-Spieltag nur zweimal Heimrecht (2017/18 und 2013/14).

Jochen Schneider bemüht sich darum, die Sache sportlich zu nehmen: „Das Auftaktspiel in München zu haben, ist natürlich alles andere als eine einfache Aufgabe. Insgesamt ist das Startprogramm eine Herausforderung, aber eben auch voller spannender Gegner. Wir werden uns bestmöglich vorbereiten.“

Hertha als „Mutmacher“

Ob Schalke am 18. September tatsächlich das Saison-Eröffnungsspiel bei den Bayern bestreitet, steht noch nicht fest: Sollte Bayern München das Champions-League-Finale erreichen, wird der Deutsche Meister aus Gründen der Vorbereitungszeit beim Bundesliga-Start nicht am Freitag-, sondern am Montagabend antreten. Kleiner Mutmacher für Schalke: Hertha BSC holte als klarer Außenseiter in der Vorsaison bei den Bayern zum Liga-Start immerhin ein 2:2...

Um einen ähnlichen Achtungserfolg zu erzielen, müsste es bei Schalke allerdings schon wesentlich runder laufe als in der Rückrunde der Vorsaison. Über die mag S04-Trainer David Wagner gar nicht mehr groß reden – und tut wahrscheinlich gut daran. Denn die ersten frischen Problemchen warten schon: Die Torhüter, allen voran Ralf Fährmann und Markus Schubert, werden über das am Ende vergebliche Werben um Alexander Schwolow (geht zu Hertha BSC) nicht begeistert gewesen sein, genauso wenig wie Guido Burgstaller darüber, dass Schalke nach einem neuen Mittelstürmer fahndet.

Viele offene Personalfragen

Und ein Weston McKennie, der ohnehin mit einem Engagement in England liebäugeln soll, gilt alleine schon deshalb als Verkaufskandidat, weil er eine hohe Ablöse verspricht, die Schalke zum Investieren benötigt. Jochen Schneider braucht jedenfalls keinen Spielplan, um ins Schwitzen zu kommen.

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