"Schalke ist der perfekte Verein für mich"

Warum Embolo zu Schalke wechselt

Wenn die Schalker Mannschaft am Mittwochvormittag (10.30 Uhr) die erste öffentliche Übungseinheit absolviert, wird der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte, Breel Embolo, noch fehlen. Für den 19-Jährigen hat nach dem Ausscheiden mit der Schweiz bei der Europameisterschaft in Frankreich gerade erst der Urlaub begonnen. Doch der Stürmer freut sich auf Schalke.

Gelsenkirchen

29.06.2016, 05:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Verpflichtung des 19-Jährigen Stürmers ist Schalke finanziell in eine neue Dimension vorgeschossen. Die 21 Millionen Euro Ablösesumme, die sich durch Bonuszahlungen noch auf 27,5 Millionen Euro erhöhen kann, machen deutlich, dass die Königsblauen in der neuen Saison zur Attacke blasen wollen.

"Verstehen, wie ich ticke"

Embolo hat in der Schweizer Zeitung "Blick" erklärt, ihm sei klar, dass er trotz seines jungen Alters Druck haben werde. Aber die Vorfreude auf Schalke überwiege. "Ich freue mich riesig auf den nächsten Schritt. Schalke ist der perfekte Verein für mich. Es kommen ein neuer Trainer und ein neuer Sportchef, die mich unbedingt wollten." Für ihn sei ausschlaggebend gewesen, dass "die Verantwortlichen verstehen, wie ich ticke, wie ich Fußball spiele, wie ich als Mensch bin. Und dass sie mich auch als Spieler auch weiterbringen." Für Schalkes Fans findet der 19-Jährige nur lobende Worte: "Schalke ist ein großer Verein, hat immer ein volles Haus und die Fans sind im positiven Sinn krank."

Jetzt lesen

Manager Christian Heidel ist überzeugt davon, dass Embolo für Schalke eine wertvolle Verstärkung werden kann. "Ich habe viele Gespräche mit Breel geführt und ihn als sehr bodenständigen und vernünftigen Jungen kennengelernt. Er hat sich nicht wegen des Geldes für Schalke entschieden, sondern auch deshalb, weil er weiß, dass dieser Klub eine sehr gute Adresse für junge Spieler ist", betonte der 53-Jährige.

Kritik von Hitzfeld

Es gibt aber auch Fußball-Experten, die diesen Transfer kritisch sehen. So sagte der langjährige Schweizer  Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld dem "Blick": "Embolo ist noch ein junger Spieler, der sich weiterentwickeln muss. Er muss noch viel lernen. Und deswegen wäre ich dafür gewesen, dass er noch ein Jahr in Basel bleibt und dann als Torschützenkönig wechselt."

Jetzt lesen

Man darf gespannt sein, wo Embolo unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl seinen Platz auf dem Spielfeld findet. Denn der 19-Jährige ist variabel einsetzbar, er kann im Zentrum, aber auch auf beiden Außenbahnen spielen.

Erster Treffer gegen Unterstall

Die fußballerische Laufbahn des im kamerunischen Younde geborenen Embolo begann 2006 in Basel beim FC Nordstern. Nach seinem Wechsel 2008 zu den BSC Old Boys Basel schloss er sich zwei Jahre später der Jugendakademie des FC Basel an, für den er am 16. März 2014 sein Profidebüt gab. Beim 5:0-Sieg gegen den FC Aarau schoss der Angreifer - übrigens gegen den Ex-Schalker Lars Unnerstall - nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung sein erstes Tor. Auf Schalke will Embolo dieses Kunststück möglichst schnell wiederholen.

Lesen Sie jetzt