Schalke rechnet mit Strafe nach Pyro-Einsatz

0:2 in Salzburg

Die unbedeutende 0:2-Niederlage in der Europa League gegen RB Salzburg hätte der FC Schalke 04 eigentlich schnell abhaken können - hätten einige Fans keine Pyro-Technik abgebrannt. Manager Christian Heidel verurteilt die Aktion und rechnet mit einer saftigen Strafe. Bei der Auslosung zur K.o.-Runde sind die Königsblauen derweil gesetzt.

SALZBURG

09.12.2016, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke rechnet mit Strafe nach Pyro-Einsatz

Bilder der Europa-League-Partie zwischen RB Salzburg und dem FC Schalke 04.

Sportvorstand Christian Heidel vom FC Schalke 04 hat das Abbrennen von Pyro-Technik durch einen Teil der königsblauen Anhänger beim Europa-League-Spiel gegen RB Salzburg verurteilt. „Das ist keine schöne Randgeschichte“, sagte Heidel nach dem 0:2 des Bundesligisten in dem sportlich bedeutungslosen letzten Gruppenspiel am Donnerstagabend in Salzburg. Die Partie musste wegen Rauchschwaden in den Anfangsminuten sogar kurz unterbrochen werden. Schalker Fans reagierten auch auf Ermahnungen des Stadionsprechers nicht.

Heidel lobt Anhänger und hofft auf Einzelfall

„Die Konsequenzen müssen wir tragen“, sagte Heidel zu der zu erwartenden Bestrafung des Vereins durch die UEFA. „Das wird sicherlich nicht ganz günstig werden“, ahnt der Schalke-Manager. Abgesehen davon sei die Unterstützung der fast 10 000 mitgereisten Anhänger „schon grandios“ gewesen. „Schon tagsüber in der Stadt und auch im Stadion war alles blau-weiß“, erklärte Heidel. Mit der Pyro-Problematik habe man nicht gerechnet. „Ich hoffe, dass das ein Einzelfall bleibt.“ Bei Europapokal-Auswärtsspielen war es in der Vergangenheit schon häufiger zu derartigem Fehlverhalten von Schalke-Fans gekommen.

Über mögliche Konsequenzen gegen die Übeltäter mochte Heidel spontan nicht spekulieren. „Ich weiß nicht, was für Aufnahmen gemacht wurden“, sagte er in Salzburg. Er habe so etwas in seiner noch kurzen Zeit beim FC Schalke erstmals erlebt: „Ich möchte mich darum nicht zu weit aus dem Fenster hängen.“ Man müsse abwarten, ob ob man als Verein Konsequenzen gegen Fans ziehen könne. 

Schalke als Gruppensieger bei Auslosung gesetzt

Bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde der Europa League sind die Königsblauen derweil, im Gegensatz zum Champions-League-Absteiger Borussia Mönchengladbach, als Gruppensieger gesetzt. Somit wird Schalke bei der Auslosung der Runde der letzten 32 Mannschaften am Montag (13.00 Uhr) in Nyon einen Gruppenzweiten oder einen der drei drittplatzierten Champions-League-Teilnehmer FK Rostow, Legia Warschau und Ludogorets Razgrad als Gegner erhalten.

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Gespielt wird am 16. und 23. Februar 2017. Das entscheidende Rückspiel können die Schalker daheim bestreiten. Die ungesetzten Gladbacher müssen zunächst im eigenen Stadion vorlegen. Ein Bundesligaduell Schalke gegen Gladbach ist in der ersten K.o.-Runde nicht möglich. Ebenso kann Schalke nicht auf Gruppengegner FK Krasnodar treffen. Noch offen ist, in welche Töpfe Athletic Bilbao und KRC Genk kommen. Starker Nebel hatte am Donnerstag die Austragung der Partie zwischen Sassuolo Calcio und Genk verhindet. Die Partie soll am Freitagabend nachgeholt werden.

Gesetzte Teams/Gruppensieger: FC Schalke 04, Ajax Amsterdam, APOEL Nikosia, Fenerbahçe Istanbul, AC Florenz, Osmanlispor, AS Rom, Schachtjor Donezk, Sparta Prag, AS St. Étienne, Zenit St. Petersburg, Athletic Bilbao oder KRC Genk. Champions-League-Dritte: Besiktas Istanbul, FC Kopenhagen, Olympique Lyon, Tottenham Hotspur.
Ungesetzte Teams/Gruppenzweite: RSC Anderlecht, Astra Giurgiu, AZ Alkmaar, Celta Vigo, KAA Gent, Hapoel Be'er Sheva, FK Krasnodar, Manchester United, Olympiakos Piräus, PAOK Saloniki, FC Villarreal, Athletic Bilbao oder KRC Genk. Champions-League-Dritte: Borussia Mönchengladbach, Legia Warschau, Ludogorets Razgrad, FK Rostow. 

von dpa