Schalke stürmt Löwen-Käfig und kann Kasse füllen

3:0 im Pokal

Der FC Schalke 04 hat die Münchner Löwen gebändigt und kann im Pokal-Viertelfinale die leeren Kassen auffüllen. Durch einen 3:0 (1:0)-Erfolg beim Zweitligisten TSV 1860 München erledigten die Gelsenkirchener die Pflichtaufgabe im Achtelfinale höchst souverän.

München (dpa)

von Von Gerd Münster und Michael Brehme, dpa

, 28.10.2009, 21:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke stürmt Löwen-Käfig und kann Kasse füllen

Schalkes Lewis Holtby (l) versucht sich gegen zwei 1860-Spieler zu behaupten. Foto: Lukas Barth.

«Wir sind verdient weitergekommen. Wir haben schlau gespielt», sagte Schalke-Torhüter Manuel Neuer. Vor gerade einmal 28 500 Zuschauern in der Allianz-Arena erzielten Rafinha (41.) und mit einem Doppelpack Benedikt Höwedes (48./81.) die Tore für den viermaligen Pokalgewinner. Der Tabellen-Vierte im deutschen Fußball-Oberhaus zeigte eine sehr souveräne Leistung. Das Team von Trainer Felix Magath scheint gerüstet für das Bundesliga- Spitzenspiel im eigenen Stadion gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen. «Schalke war eine Klasse besser», sagte Löwen-Keeper Gabor Kiraly.

1,5 Millionen Euro sind den hoch verschuldeten Schalkern durch den erneuten Vorstoß in die Runde der letzten Acht im DFB-Pokal nun sicher. Die Löwen, die in der zweiten Runde Hertha BSC ausgeschaltet hatten, kamen diesmal nicht richtig in Schwung - irgendwie fehlte dem Pokalsieger von 1942 und 1964 der Kampfgeist. In der Neuauflage des Pokalendspiels von 1942, dass die Münchner gegen die Schalker gewonnen hatten, wurden den Knappen zwei weitere Tore wegen Abseits nicht anerkannt. Beim ersten Treffer durch Christoph Moritz lag Markus Schmidt falsch, beim zweiten Tor durch Lukas Schmitz war der Pfiff des Stuttgarter Schiedsrichter vollauf berechtigt. Der starke Lewis Holtby (52.) traf noch den Pfosten - der Schalker Sieg hätte auch höher ausfallen können.

Der von Magath aus der Abwehr ins Mittelfeld beorderte Rafinha scheiterte zunächst aus 16 Metern mit einem wuchtigen Schuss am starken Kiraly, ehe er den Abpraller aus sechs Metern doch noch im Tor unterbrachte. Kurz nach der Pause sorgte dann Höwedes für die Vorentscheidung, als er sich im Strafraum durchsetzte. Mit einem Kopfball in den letzten zehn Minuten beseitigte der Verteidiger dann auch die letzten Zweifel. «Das liegt ein paar Jahre zurück», sagte Höwedes über seinen Doppelpack.

Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn vor der Pause Stefan Aigner (37.) aus acht Metern getroffen hätte. Torhüter Manuel Neuer zeigte mit einer Glanzparade, warum er so umworben ist. Mit dem Nachschuss traf Aleksandar Ignjovski dann Höwedes.