Schalke träumt wieder von der Königsklasse

Nach 3:1-Duselsieg

Gestik und Mimik der Schalker Spieler drückten nach dem Schlusspfiff in der HDI-Arena vor allem eines aus: Erleichterung. Die Königsblauen hatten sich beim 3:1 (2:1)-Erfolg in Hannover nicht mit Ruhm bekleckert, doch beim Absteiger zählten für Schalke nur diese drei Punkte. Oder wie es der ebenso erleichterte Trainer André Breitenreiter ausdrückte: "Auf Schalke zählen nur Ergebnisse."

HANNOVER

02.05.2016, 05:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke träumt wieder von der Königsklasse

Bilder der Partie Hannover gegen Schalke.

Deshalb war es dem 42-Jährigen verständlicherweise in dieser Phase der Saison herzlich egal, wie der Erfolg beim abgeschlagenen Absteiger zustande gekommen war. Wichtig war allein, dass Schalke sich mit dem Sieg in Hannover die Europa-League-Teilnahme gesichert hatte und sogar noch von der Königsklasse träumen darf. Zwei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf Platz vier (Mönchengladbach) nur einen Punkt.

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Bundesliga, 32. Spieltag: Hannover 96 - FC Schalke 04 1:3 (1:2)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Hannover 96 und dem FC Schalke 04.
30.04.2016
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Bilder der Partie Hannover gegen Schalke.© Foto: dpa
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Schlagworte Schalke 04, Hannover 96

Dass die Gladbacher in München ein Unentschieden holten, war nicht zu erwarten und ärgerte Horst Heldt. „Die Bayern nerven“, schimpfte der Schalker Manager und spielte dabei auf die vermeintliche „B-Elf“ an, die Trainer Pep Guardiola aufgeboten hatte. Gleichzeitig fügte Heldt aber hinzu: „Wir hätten es genauso gemacht.“ Und nicht vergessen sollte Heldt in diesem Zusammenhang auch, dass Borussia Dortmund beim Derby ebenfalls auf zahlreiche Spitzenkräfte verzichtet hatte. Damals sprach Heldt davon, dass der BVB immer noch mit einer starken Mannschaft aufgelaufen sei.

"Eine Erlösung"

Stark war der Schalker Auftritt in Hannover nur in einigen Spielsituationen, die prompt zu Toren führten. So zum Beispiel bei der mustergültigen Vorarbeit von Leon Goretzka, die Eric Maxim Choupo-Moting (11.) zur Führung nutzte. Oder beim entscheidenden 3:1, das der diesmal fahrig wirkende Joel Matip so stark vorbereitete, dass der eingewechselte Alessandro Schöpf (80.) nur noch zu vollenden brauchte. „Das 3:1 war eine Erlösung. Als der Ball im Tor lag, wusste ich, dass die drei Punkte uns gehören“, atmete Choupo-Moting tief durch.

Doch zwischen diesen beiden Toren nahmen sich die Gäste zu oft eine Auszeit. Vor allem die Abwehr, in der Junior Caicara teilweise außer Rand und Band agierte, präsentierte sich in bedenklichem Zustand. Schalke konnte froh sein, dass den Niedersachsen nur ein Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 (21.) durch Artur Sobiech gelang. 15:5 lautete die Torschuss-Bilanz nach der ersten Halbzeit für Hannover – ein aussagekräftiger Beleg, wie anfällig die Schalker Defensive war.

"Glück gehabt"

„Wir haben Glück gehabt, dass Hannover die Chancen, die wir ihnen gegeben haben, nicht genutzt hat. Man muss es nicht schönreden,“ kommentierte Heldt das Spielgeschehen. Dennoch ist bei den Spielern der Glaube an ein Happy End zurückgekehrt. „Wenn wir die restlichen beiden Spiele gewinnen, haben wir gute Chancen auf Platz vier“, sagte Max Meyer. Dass die Königsblauen im letzten Heimspiel dieser Saison ausgerechnet auf den FC Augsburg treffen, dessen Trainer Markus Weinzierl als Breitenreiter-Nachfolger heiß gehandelt wird, sorgt für Brisanz.

Meyer hat scheinbar den Glauben aufgegeben, dass auf Schalke mal über längere Zeit etwas Ruhe einkehren kann. „Nee, nee, nee“, sagte der 20-Jährige mit einem Schmunzeln auf eine entsprechende Frage. Für Trainer Breitenreiter gibt es weiterhin kein Treuebekenntnis, sondern nur den generellen Appell von Schalke-Boss Clemens Tönnies, die Diskussion um den Coach zu beenden.

Stevens auf Jobsuche

Der letzte Trainer, der mehr als zwei Spielzeiten die Blau-Weißen betreute, war Huub Stevens in seiner ersten Schalker Amtszeit (1996 bis 2002). Wegen Herzproblemen hat sich der 62-Jährige zwar vom Trainerberuf verabschiedet, aber eine neue Aufgabe auf Schalke abseits der Trainerbank würde ihn schon reizen. Stevens kündigte an, sich demnächst mit dem neuen Schalke-Manager Christian Heidel zu treffen. Stevens' Tätigkeit im S04-Sportbeirat ruht aktuell.