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Schalke und Yevhen Konoplyanka: Einem teuren Missverständnis winkt das Ende

Schalke 04

Für den Ukrainer gibt es offenbar Interessenten. Fenerbahce Istanbul ist aktuell der „heißeste“ Kauf-Kandidat. Matthew Hoppe verkündet Wechsel nach Schalke persönlich.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke und Yevhen Konoplyanka: Einem teuren Missverständnis winkt das Ende

Keine Frage: Besonders die letzte Saison liefen für Yevhen Konoplyanka auf Schalke nicht nach Wunsch. Nun kommt vielleicht Bewegung in die Zukunftsplanung des Ukrainers. © dpa

Das Pflichtspiel-Debüt von Schalkes neuem Trainer David Wagner findet in der niedersächsischen Provinz statt: Als Erstrunden-Gegner im DFB-Pokal wurde den Königsblauen der Regionalligist SV Drochtersen/Assel zugelost.

Bayern gewannen nur mit 1:0

Eine für einen Erstligisten natürlich unbedingt zu lösende Aufgabe, die dennoch mit dem nötigen Ernst anzugehen ist: Denn in der vergangenen Saison mussten die Bayern in Runde eins zu dem Dorf-Verein – und setzten sich erst durch ein Tor in der 81. Minute mit 1:0 durch. Drochtersens Präsident Rigo Gooßen hat für das Treffen mit Schalke daher schon ein einfaches Rezept parat: „Neun Minuten länger durchhalten als gegen die Bayern und diesmal selbst ein Tor schießen – dann sind wir eine Runde weiter.“

Gespielt wird wohl im ca. 3.000 Zuschauer fassenden Kehdinger-Stadion – nicht mal gegen die Bayern ist der Regionalligist aus seinem Stadion in ein größeres umgezogen, dafür wurde die Kapazität der Spielstätte provisorisch auf ca. 8.000 erhöht.

Ob Yevhen Konoplyanka die Reise zu dem auf Tabellenplatz fünf gelandeten Nord-Regionalligisten noch mitmachen wird, darf bezweifelt werden. Schalke würde den Ukrainer, der zu den Großverdienern im Kader gehören soll, wohl gerne loswerden – und tatsächlich winkt nun das Ende des teuren Missverständnisses.

Ein gutes Geschäft wird’s wohl nicht

Es gibt offenbar Interessenten für Konoplyanka, besonders Fenerbahce Istanbul soll sich ganz konkret mit einer Verpflichtung Konoplyankas beschäftigen – das meldet die türkische Zeitung „Hürriyet“. Für Schalke wird es mehr darum gehen, den 29-Jährigen von der Gehaltsliste zu bekommen als ein großes Transfer-Geschäft zu machen. Denn die 12,5 Millionen Euro, die die Blau-Weißen 2017 an den FC Sevilla überwiesen, werden wohl nicht mehr zu erzielen sein.

„King Kono“, wie ihn der Boulevard nach einem seiner wenigen Tore taufte, hat auf Schalke schließlich deutlich an Wert verloren. Obwohl Ex-Manager Christian Heidel ihm einen verbalen Frontalangriff auf Ex-Trainer Markus Weinzierl („Er ist ein Feigling“) durchgehen ließ und obwohl er unter Weinzierls Nachfolgern immer wieder mal eingesetzt wurde, konnte er nicht mehr richtig Fuß fassen – zum Missverständnis wurde die Beziehung Schalke und Konoplyanka spätestens, als Trainer Domenico Tedesco im Derby gegen den BVB der Verzweiflungs-Doppelspitze Weston McKennie/Hamza Mendyl vertraute und Konoplyanka draußen ließ.

Hoppe ist „froh und glücklich“

Der eine geht (vielleicht), der andere kommt (wahrscheinlich): Matthew Hoppe, 19-jähriger Stürmer aus der Fußball-Akademie des FC Barcelona, wartete die offizielle Erklärung seines neuen Vereins gar nicht erst ab, sondern erklärte persönlich auf Instagram, „dass ich froh und glücklich bin, bei Schalke 04 meinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben zu haben“.

Der Amerikaner soll zunächst allerdings bei den Schalker U19-Junioren zum Einsatz kommen - spätere Beförderung ins Bundesliga-Team nicht ausgeschlossen.

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