Schalke verspielt Chance auf Europa League

0:2 gegen Freiburg

Für den FC Schalke 04 ist das internationale Geschäft in weite Ferne gerückt, für den SC Freiburg dagegen zum Greifen nah. Die Gelsenkirchener verspielten mit einem 0:2 (0:2) im Sonntagabendspiel der Fußball-Bundesliga fast schon alle Chancen auf die Europa-League-Teilnahme.

FREIBURG

07.05.2017, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am drittletzten Spieltag ließen die Gäste vor 24.000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion jeglichen Biss vermissen. Florian Niederlechner schoss den Aufsteiger mit seinen Saisontreffern zehn und elf (22. Minute/31., Foulelfmeter) auf den fünften Platz und damit ganz dicht an das internationale Geschäft.

Letzte Minimalchance

Die Freiburger haben damit zwei Zähler Vorsprung auf den Siebten Köln und können in ihren zwei verbleibenden Partien gegen Ingolstadt und in München ihre erste Europa-League-Teilnahme seit 2013 perfekt machen. „Großes Kompliment, ich denke, das war auch in der Höhe sehr verdienter Sieg“, sagte Sportdirektor Jochen Saier. Die Fans stimmten schon vor dem Schluffpfiff Europapokal-Gesänge an. 

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Bundesliga, 32. Spieltag: SC Freiburg - FC Schalke 04 2:0 (2:0)

Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen dem SC Freiburg und dem FC Schalke 04.
07.05.2017
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Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen dem SC Freiburg und dem FC Schalke 04.© Foto: dpa
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Fußball: Bundesliga, SC Freiburg - FC Schalke 04, 32. Spieltag am 07.05.2017 im Schwarzwald-Stadion in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg). Florian Niederlechner von Freiburg (2.v.l.) bejubelt sein 1:0 mit seinen Teamkameraden Nikolas Höfler (l) Christian Günter (3.v.l.) und Onur Bulut (4.v.l.). Daniel Caligiuri (r) von Schalke wischt sich mit dem Hemd durchs Gesicht. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Patrick Seeger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++© Patrick Seeger (dpa)
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Schalke dagegen braucht in den Spielen gegen den HSV und in Ingolstadt wohl sechs Punkte, um noch eine Minimalchance zu haben. Schalke dagegen braucht aus den Spielen gegen den Hamburger SV und in Ingolstadt wohl sechs Punkte, um noch eine Minimalchance zu haben. „So darfst du in einem Spiel, wo es um alles geht, einfach nicht auftreten“, kritisierte Torhüter Ralf Fährmann. „Die erste Halbzeit war einfach in allen Belangen zu wenig von uns. Es ist frustrierend.“ 

Beide Teams starteten verhalten in die Partie. Schalke war zunächst die etwas aktivere Mannschaft, im Mittelfeld versuchten Nabil Bentaleb und Leon Goretzka das Spiel zu ordnen. Die Freiburger standen jedoch sehr sortiert und ließen nur wenig zu.

Freiburg stark verbessert

Die Gastgeber fanden nach 20 Minuten besser in die Partie, einen Schuss von Christian Günter konnten die Knappen noch zur Ecke lenken. Wenige Sekunden später kam Keeper Ralf Fährmann aber nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Nach einem einfachen Doppelpass mit Janik Haberer traf Niederlechner vom Fünfmeterraum-Eck zum 1:0.

Im 100. Heimspiel von Christian Streich als Coach des SC Freiburg präsentierten sich die Breisgauer im Gegensatz zum 0:3 bei Absteiger Darmstadt in der Vorwoche klar in der Spielanlage, konzentriert und schnell. Der Sportclub kombinierte direkt nach vorne und belohnte sich nur neun Minuten nach der Führung mit dem zweiten Treffer.

Enttäuschend

Niederlechner schickte Maximilian Philipp, Sead Kolasinac traf bei seiner Rettungsaktion im Strafraum sowohl Ball als auch Gegner und Schiedsrichter Robert Kampka entschied auf Foulelfmeter. Der 26 Jahre alte Niederlechner erzielte vom Punkt seinen zweiten Treffer. Die Schalker enttäuschten dagegen in allen Belangen.

Der Revierclub präsentierte sich kaum Europa-League-reif und erspielte sich in den ersten 45 Minuten keine Torchance. Markus Weinzierl reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit Klaas-Jan Huntelaar als zweite Spitze.

Fährmann auf dem Posten

Die Gelsenkirchener griffen nun früher an, leisteten sich aber zu viele unnötige Ballverluste. Vor allem bekamen sie Doppel-Torschütze Niederlechner nicht in den Griff. Freiburg boten sich große Räume zum Kontern, nach vorne war der SC stets gefährlich. Haberer legte sich nach gut einer Stunde den Ball zu weit vor, Fährmann war zu Stelle.

Schalke fand einfach keine Lücke, erst nach 65 Minuten sendete Goretzka mit seinem Schuss ein Lebenszeichen. Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow lenkte den Ball aber über die Latte. Auf der Gegenseite vergab der eingewechselte Top-Joker Nils Petersen zweimal die Chance auf die endgültige Entscheidung (71./73.). Von Schalke kam auch in der Schlussphase viel zu wenig, um die Partie noch zu drehen. 

Von dpa