Schalke wartet weiter auf erstes Stürmertor

Fischer rät zu Sonderschichten

Es bleibt dabei: Auch nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Werder Bremen wartet der FC Schalke 04 weiterhin auf das erste Stürmertor im Jahr 2015. Das ärgert nicht nur Trainer, Spieler und die Fans, sondern natürlich auch Schalkes Rekord-Torschützen Klaus Fischer.

GELSENKIRCHEN

24.02.2015, 07:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke wartet weiter auf erstes Stürmertor

Schalkes Eric Maxim Choupo-Moting (vorn) und Klaas-Jan Huntelaar müssen sich an Toren messen lassen.

„Es ist jammerschade, dass wir in dieser Saison so viel Verletzungspech haben“, seufzt Fischer, der am Samstag Augenzeuge der Punkteteilung gegen Bremen in der Veltins-Arena war. Dabei sah der 65-Jährige einen wieder enorm engagierten Eric Maxim Choupo-Moting, der jedoch nur eine einzige Torchance in der Nachspielzeit hatte. Ansonsten lief das Spiel weitgehend am Nationalspieler Kameruns vorbei.

Choupo-Moting lässt nach

War der 25-jährige nach der Bundesliga-Hinrunde mit neun Treffern und fünf Assists bester Schalker Torjäger, hat er diese Bilanz bisher nicht verbessern können und gehörte in den meisten Spielen zu den schwächsten Schalkern. Offenbar hängt sein Leistungseinbruch auch mit der Teilnahme am Afrika-Cup zusammen. Während Benedikt Höwedes und Co. sich im Januar gezielt auf die Rückrunde vorbereiten konnten, absolvierte Choupo-Moting beim Afrika-Cup drei Spiele in neun Tagen bei Temperaturen von über 30 Grad.

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Dass man solche Zusatzbelastungen nicht unterschätzen darf, räumte vor wenigen Tagen auch Kameruns Nationalspieler Joel Matip im Gespräch mit dieser Zeitung ein. Matip: „Ich habe mir auch deshalb eine Auszeit von den Länderspielen genommen, weil ich gemerkt habe, dass mein Körper nicht mehr so mitspielte.“

Alleinunterhalter

Die Ladehemmung von Choupo-Moting hängt für Klaus Fischer auch damit zusammen, dass der Kameruner im Angriff quasi seit Wochen den Alleinunterhalter geben muss.

„Ihm fehlt ein Partner wie Klaas-Jan Huntelaar“, betont Fischer, der jedoch nicht damit rechnet, dass mit der Rückkehr des Niederländers in den Schalker Angriff sofort alles besser wird. „Huntelaar fehlt nach seiner Rotsperre der Spielrhythmus. Auch bei seiner Qualität wird er einige Spiele brauchen, bis er wieder sein altes Leistungsvermögen erreicht hat.“

Huntelaar wieder im Training

Huntelaar war gestern das erste Mal nach seiner Schienbeinprellung im Training wieder am Ball zu sehen. Damit dürfte seinem Einsatz am Samstag im Revierderby bei Borussia Dortmund nichts mehr im Wege stehen.

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Auch Klaus Fischer hatte während seiner Karriere immer mal Phasen, in denen er längere Zeit ohne Tor blieb. Wie hat er seine Torflaute überwunden? Fischer: „Da gibt es ein ganz einfaches Rezept, dass mir immer geholfen hat. Ich habe viele Zusatzeinheiten nach dem Training geschoben“, betont Schalkes Ehrenratsmitglied. Immer wieder übte er im Strafraum die Automatismen wie das Kopfballspiel und den Torabschluss. Und das zahlte sich aus: 182 Tore für Schalke in der Bundesliga sind bis heute eine unerreichbare Marke für seine Nachfolger.