Schalke zeigt noch einige Schwächen in Berlin

Kein echter Mutmacher

Manchmal sah es so aus, als wollte er selbst mitspielen. Domenico Tedesco legte beim mühevollen Schalker Pokalerfolg in Berlin viele Meter an der Seitenlinie zurück. Bei seinem Pflichtspieldebüt als Schalker Trainer war die Anspannung beim 31-Jährigen unübersehbar.

Berlin/Gelsenkirchen

16.08.2017, 07:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal zwischen dem FC Schalke 04 und BFC Dynamo.

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Mal applaudierend, mal kopfschüttelnd, mal anfeuernd, mal abwinkend: Tedesco hielt es während der 90 Minuten nur ganz selten auf der Trainerbank. Nach dem 2:0-Erfolg gegen den Berliner Viertligisten BFC Dynamo war der Coach dann sehr darum bemüht, die Kritik, die seine Körpersprache signalisiert hatte, in ein Lob für sein Team umzumünzen. Es sei ein „ordentlicher Auftritt“ seiner Mannschaft gewesen, offensiv wie defensiv. Im Laufe seiner Ausführungen räumte Tedesco dann aber auch ein, „dass ich mir dieses Spiel nicht noch zehnmal auf Video ansehen werde.“

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DFB-Pokal, 1. Runde: BFC Dynamo - FC Schalke 04 0:2 (0:0)

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14.08.2017
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Bilder der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal zwischen dem FC Schalke 04 und BFC Dynamo.© Foto: dpa
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Das wäre selbst für einen „Fußballverrückten“ wie den Deutsch-Italiener wohl auch zu langweilig gewesen. Denn dieser Pokalauftritt war aus königsblauer Sicht eine sehr zähe Angelegenheit. Er taugte beileibe nicht als Mutmacher vor dem schweren Saisonstart am Samstag gegen RB Leipzig.

Mangelnde Chancenauswertung

Noch zu viele Schwächen waren beim Bundesligisten zu sehen. Vor allem wegen ihrer mangelnden Chancenauswertung in der Anfangsphase machten sich die Schalker das Leben unnötig schwer. „Wenn wir früh in Führung gehen, läuft das Spiel ganz anders“, bekannte Ralf Fährmann.

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Für den Torhüter war es eine besondere Partie, denn er hat Benedikt Höwedes als Schalke-Kapitän abgelöst. „Das ist eine große Ehre für mich. Jeder, der meine Schalke-Vergangenheit kennt, weiß, was mir das bedeutet“, betonte Fährmann. Aber er schob auch gleich nach: „Benny bleibt ein sehr wichtiger Spieler für uns, dessen Wort in der Kabine weiterhin großes Gewicht hat.“ Höwedes hofft, dass er seinen Trainingsrückstand bis Samstag aufgeholt hat und dann wieder zum Kader gehören wird. Auch Naldo soll bis dahin wieder zur Verfügung stehen.

"Sehr lange spannend gemacht"

Fährmann merkte zwar kritisch an, „dass wir es sehr lange spannend gemacht haben.“ Aber für ihn war entscheidend, „dass wir geduldig geblieben sind, Tore erzielt und zu Null gespielt haben.“

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Die Neuzugänge, die in Berlin ihr Pflichtspieldebüt für Schalke feierten, haben noch viel Luft nach oben. Bastian Oczipka zeigte in einigen Laufduellen, dass er an seiner Schnelligkeit arbeiten muss. Außerdem unterliefen ihm zu viele Flüchtigkeitsfehler. Amine Harit wurde bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Und der junge Weston McKennie begann zwar gut, baute dann aber im Laufe der Partie ab.

"Mache mir keine Sorgen"

Das alles sollte man jedoch nicht überbewerten, weil die Saison gerade erst begonnen hat. „Es war ein typisches Erstrundenspiel. Unsere Einstellung war von der ersten bis zur letzten Minute top, spielerisch hat hingegen noch nicht alles funktioniert. Das ist aber ganz normal. Ich mache mir deshalb keine Sorgen vor dem Bundesligastart gegen Leipzig“, bilanzierte Manager Christian Heidel.

Der 54-Jährige kündigte an, dass es im Kader noch ein, zwei kleinere Veränderungen geben wird. Spieler wie Bernard Tekpetey oder Felix Platte sollen noch ausgeliehen werden.