Schalker Interesse an Manager Heidel?

Tönnies dementiert

Trennen sich am Saisonende die Wege von Schalke 04 und seines Managers Horst Heldt? Ein Bericht der „Bild“ sorgte am Mittwoch für eine Menge Unruhe bei den Königsblauen. Das Dementi von Schalke-Boss Clemens Tönnies folgte zwar prompt, doch das muss in dieser Branche überhaupt nichts heißen.

GELSENKIRCHEN

14.10.2015 / Lesedauer: 2 min
Schalker Interesse an Manager Heidel?

Der neuer Manager des FC Schalke 04: Christian Heidel.

„An dieser Meldung ist nichts dran. Einige Leute wollen wohl bewusst Unruhe bei Schalke hineinbringen", sagte Tönnies am Mittwoch. Wenn der mächtige Aufsichtsrats-Chef das Gefühl hat, bei seinem Herzensklub laufe etwas in die falsche Richtung, dann ist Tönnies dafür bekannt, dass er nicht zaudert, sondern entscheidet. 

Mit Christian Heidel soll Tönnies schon einen Heldt-Nachfolger im Visier haben. Nach Informationen dieser Redaktion haben die Königsblauen bereits im Frühjahr 2014 Kontakt zu Heidel aufgenommen. Der 52-Jährige gab ihnen jedoch damals einen Korb, genauso wie es der Mönchengladbacher Manager Max Eberl und der von Bayer Leverkusen zu Bayern München gewechselte Michael Reschke taten. Doch Tönnies ist für seine Hartnäckigkeit bekannt. Das letzte Wort in der Personalie Heidel muss noch nicht gesprochen sein.

Hervorragende Arbeit in Mainz

Dass Heidel hervorragende Arbeit in Mainz leistet, darüber gibt es keinen Zweifel. Vor allem seine Fähigkeit, für kleines Geld Spieler zu verpflichten, die sich großartig entwickeln, hat ihm in der Branche viel Respekt eingetragen. Zwar ist der 52-Jährige seit 23 Jahren für die Rheinhessen tätig und hat noch einen Vertrag am Bruchweg bis 2017, doch auch das muss nichts heißen.

Heldt hat andererseits bewiesen, dass er nach einer enttäuschenden Saison in der Lage ist, den Kader neu und erfolgreicher aufzustellen. Auch dank seiner Personalpolitik stehen die Königsblauen momentan viel besser da als in der vergangenen Spielzeit.

Entscheidung bis Ende des Jahres

Auf der letzten Aufsichtsratssitzung war eine Verlängerung von Heldts Vertrag noch kein Thema. Wenn das Gremium bald erneut zusammentritt, dürfte das anders sein. Denn Schalke braucht spätestens Ende des Jahres Planungssicherheit, dafür ist die Position des Managers in einem Bundesligaklub zu wichtig. Spätestens dann sollte entschieden sein, ob Heldt bleibt oder ein neuer Manager verpflichtet wird.

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