Schalker Pokal-Aus sorgt für Reizklima

Blamage in Dresden

Jens Keller versuchte erst gar nicht, seinen tief sitzenden Frust zu verbergen. Nach der peinlichen 1:2-Erstrundenpleite des FC Schalke 04 im DFB-Pokal bei Drittligist Dynamo Dresden ging der Fußball-Lehrer hart mit seinen Kickern ins Gericht, die die Aufgabe offenbar nicht mit dem nötigen Ernst angegangen waren.

DRESDEN

von Frank Leszinski

, 19.08.2014, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalker Pokal-Aus sorgt für Reizklima

Enttäuscht schlichen die Schalker, hier Roman Neustädter (M.) und Klaas-Jan Huntelaar, in Dresden vom Platz.

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18.08.2014
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Bilder der Pokal-Partie zwischen Dynamo Dresden und dem FC Schalke 04.© Foto: dpa
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Schon unmittelbar nach dem Abpfiff waren alle Spieler, Trainer Jens Keller und Manager Horst Heldt für 20 Minuten in der Kabine verschwunden. Dass keine Nettigkeiten ausgetauscht wurden, darf als gesichert gelten. So mussten die Dresdener Spieler viel Geduld aufbringen, bis jeder ein Schalke-Trikot bekam. Sie warteten brav vor der Schalker Kabinentür und ließen sich auch nicht von einem mehrfachen Feueralarm aus der Ruhe bringen, der sich zum Glück als falscher Alarm entpuppte und nur bei Schiedsrichter Deniz Aytekin Angst und Schrecken verbreitete, der, nur mit einem Handtuch bekleidet, gerade noch davon abgehalten werden konnte, ins Freie zu stürzen.

Solch ein Weckruf auf dem Fußballplatz hätte auch der Schalker Elf gut getan, die so einfalls- und leidenschaftslos ihr Programm in Dresden herunterspulte, dass Manager Horst Heldt von einer "Riesenenttäuschung" und "elementaren Fehlern" sprach. Jens Keller wurde noch viel deutlicher. Der 43-Jährige konnte nur mühsam seinen Zorn im Zaum halten: "Wenn sechs, sieben Spieler ihre Leistung nicht bringen, kann man nicht gewinnen. Wir haben in der ersten Halbzeit ohne Tempo und Leidenschaft gespielt."

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Nun könnte bald schon die nächste Trainerdiskussion auf Schalke drohen, wenn sich die Ergebnisse und das Auftreten nicht schnellstens ändern. Jens Keller scheint fest entschlossen, sich die Leistungen einiger Spieler nicht länger bieten zu lassen und kündigte bereits personelle Konsequenzen an.

Die Liste der Bankkandidaten ist lang. An vorderster Front steht Felipe Santana. Selbst Horst Heldt, der öffentliche Kritik meistens zu umgehen versucht, meinte zur Elfmetersituation: "Der Strafstoß war berechtigt. Das muss man anders lösen."

Und Torhüter Ralf Fährmann ("Diese Leistung war nicht schalke-würdig") sehnt anstelle von Santana offenbar die Rückkehr von Weltmeister Benedikt Höwedes regelrecht herbei: "Wenn Benni spielt, hilft uns das. Der Gewinn des WM-Titels hat ihm noch einen zusätzlichen Schub gegeben."