Schalker Problemprofi darf nicht mit nach Mittersill

Avdijaj im freien Fall

Ganz schön viele Flugmeilen haben die Profis des FC Schalke 04 in den letzten Tagen gesammelt. Am Samstag war die Mannschaft von ihrer Chinareise zurückgekehrt - nach zwei Ruhetagen ging es Dienstag mit dem Flieger von Düsseldorf nach Salzburg, von da aus mit dem Bus weiter nach Mittersill in Trainingslager. Aber nicht alle Spieler saßen mit ihm Flieger.

GELSENKIRCHEN

26.07.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalker Problemprofi darf nicht mit nach Mittersill

Bruchlandung: Schalkes Donis Avdijaj (l.) wurde wegen seiner Undiszipliniertheiten vom Trainingslager ausgeschlossen.

Zum Beispiel Donis Avdijaj: Beim Jungprofi stehen die Zeichen auf Abschied. Am Wochenende hatte Manager Christian Heidel den 20-Jährigen in einem Interview mit der „Bild“ bereits angezählt - jetzt gab es die Quittung. Avdijaj darf nicht mit ins Trainingslager, sondern soll in Gelsenkirchen „seine sportliche Zukunft sondieren“, wie der Verein mitteilte.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Schalker Ankunft in Mittersill

Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.
25.07.2017
/
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Bilder der Schalker Ankunft in Mittersill.© Foto: imago
Schlagworte Schalke 04

Damit scheinen seine Tage auf Schalke gezählt. Weniger überraschend ist das Fehlen von Sidney Sam, der ebenfalls Ausschau nach einem neuen Verein halten soll. Nachwuchsstürmer Haji Wright ist auch nicht mitgereist, sondern soll stattdessen mit der U23 von Schalke trainieren.

Kurze Karriere, viele Eskapaden

Avdijaj steht also auf Schalke vor dem Aus - und das scheint weniger an dessen fehlendem Talent zu liegen, sondern an seinem Verhalten neben dem Platz. In seiner kurzen Karriere hat er schon mehrfach mit Eskapaden auf sich aufmerksam gemacht - oft spielten dabei Autos eine Rolle. Kurz nach Erwerb des Führerscheins verursachte er mit einem 150.000 Euro teuren Mercedes einen Auffahrunfall (das andere Auto war ein Lamborghini). Im vergangenen Oktober überfuhr Avdijaj in seiner Heimatstadt Osnabrück eine rote Ampel, rammte dabei fast eine Passantin und fuhr davon - die Polizei zog seinen Führerschein ein, Schalke reagierte mit einer Abmahnung und einer Geldstrafe.

Jetzt lesen

Vor zwei Wochen gab es dann den nächsten Eklat: Im Testspiel beim SC Paderborn ließ Trainer Domenico Tedesco Avdijaj 90 Minuten lang auf der Bank schmoren – der Spieler habe einen Termin versäumt, begründete Manager Heidel anschließend. Der Gemaßregelte hielt es offenbar für angebracht, sich per Facebook zu rechtfertigen. Das wiederum kam bei seinen Vorgesetzten nicht gut an.

"Preisschild" als hohe Bürde

Ein Jahr Vertrag hat Avdijaj noch auf Schalke – derzeit sieht es eher nicht so aus, als sollte er den auch erfüllen. Bei Vertragsabschluss 2014 legte der Verein übrigens eine Ablösesumme von 49 Millionen Euro für den kosovarischen Nationalspieler fest – ob Schalke Avdijaj mit diesem „Preisschild“ einen Gefallen getan hat, sei dahingestellt. Die Chancen dafür, dass Schalke dieses Geld sieht, stehen eher schlecht.

Jetzt lesen

Avdijajs Kollegen, die mit nach Österreich gereist waren, durften sich nach der Ankunft im Mannschaftshotel „Schloss Mittersill“ erst einmal akklimatisieren – Tedesco hatte bereits am Vormittag in Gelsenkirchen trainieren lassen. Das erste Training in Österreich steht am Mittwoch um 10 Uhr auf dem Programm, am Abend trifft die Mannschaft dann im ersten Testspiel des Trainingslagers auf den aserbaidschanischen Verein Neftchi Baku. Anstoß ist um 18 Uhr.

Jetzt lesen